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 Betreff des Beitrags: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 29. Mai 2014 13:24 
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SECOND TIME AT COFFEESHOP 'HELLFIRE'

29 - 05 - 2014 - thursday noon

Selbst nach Tagen war ihm immer noch nicht bewusst, wer diese Rhia war. Theoretisch wäre es doch einfach gewesen mehr über sie herauszufinden, oder? In der heutigen Zeit hätte er ohne Probleme in ein Internetcafé gehen können, hätte Coffeeshop „Hellfire“ eingegeben und schon wäre auf der Seite gelandet. Hätte den Namen von der Frau erfahren und vermutlich sogar noch ein Bild gesehen, aber ohne das Wissen und das Können war es schwierig für den Mann. Generell war es ein verdammt mieses Unterfangen sich in dieser Stadt zurecht zu finden. Aber alles, wirklich alles, war besser als das Gefängnis von dem Rat der weißen Hexen. Der Rat war nur für diejenigen böse, dessen Blut mit schwarzen Hexen vermischt war. Erst dann wurde das Leben für diese Hexen zur Hölle.
Aber ganz so planlos wie man dachte war Devlin nicht. Lesen und Schreiben war nichts, was er gut konnte, aber er hatte ein halbwegs gutes Gedächtnis. Zumindest was die Realität anging. Im Knast hatte er noch gehört, dass es jemanden gab, der einem helfen konnte. Mercury. Wie sehr sie eigentlich an Devlin interessiert war, würde sich später zeigen. Fakt war, dass Devlins Vater, Marcus, ihre Schwester und einige andere Familienmitglieder auf dem Gewissen hatte. Im Grunde konnte man sich in der Hexenwelt umsehen, mit dem Finger auf jemanden zeigen und die Frage stellen, wie viele Marcus von seiner Familie umgebracht hatte. Nicht, ob er jemanden getötet hatte, sondern wirklich wie viele. Wie viele…

Das wohl schlimmste war diese verblüffende Ähnlichkeit. Marcus war mittlerweile wie alt? Vierzig? Es war das Alter in welchem die meisten männlichen Badleys gestorben waren. Es wurde für Devlins Vater also langsam Zeit sich zu schützen. Ob der Zettel, den Devlin damals in seiner Jacke fand, von ihm war, war egal. Fakt war, dass man ihn ausfindig gemacht hatte und er es wieder mit der Angst zu tun bekam. Wenn jemand, der ihm lediglich einen Zettel zuschieben wollte, ihn finden konnte, wer konnte es denn noch alles?

Wieso er jetzt also an die fremde, verstörte Blondine dachte war logisch, oder? Devlin war nämlich der festen Überzeugung, dass sie ihn kannte und sie ihm also helfen könnte. Schließlich hatte sie ihn nicht verpetzt um irgendein Kopfgeld zu kassieren. Ob sie überhaupt davon wusste? Unwichtig. Devlin hatte sich wieder zum Coffeeshop begeben. Er hatte ein paar Tage verstreichen lassen, obwohl es die Hölle für ihn war zu warten. Er hatte so lange warten müssen, dass er nicht schnell genug mit dem Kopf durch die Wand konnte. Aber dieses Mal war er vorsichtiger. Zwar waren seine magischen Spuren noch nicht so leicht zurückzuverfolgen wie die einer normalen Hexe, aber man musste es nicht drauf anlegen.
Devlin Badley war also vor den Coffeeshop getreten. Gleichzeitig als sich die Blonde vorne in das Schaufenster bückte. Dann stand er vor ihr. Starrte sie an als ob er ihr vermitteln würde, dass er den Shop nicht mehr betreten wollte nachdem sein kleiner Hexenjäger hier gewesen war. Aber er wollte nochmal mit ihr sprechen. Es war wichtig. Sein Outfit heute sah genauso aus wie beim letzten Mal. Dieses Mal konnte man den Verschleiß allerdings erkennen. War gar nicht so einfach ein paar Sachen, die man besaß gleichzeitig sauber und frisch zu halten, aber, ganz so übel stand es dann doch nicht um. „Kommst du?“, flüsterte er gegen die Scheibe und nickte hinter sich in eine ganz typische, etwas abgeschiedene Straßengasse auf der anderen Seite der Straße.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 29. Mai 2014 16:14 
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Seit der Kerl vor einigen Tagen verschwunden war, war Ruhe eingekehrt.
Mochte man meinen. Doch dem war nicht so. Rhia hatte keine Ruhe gefunden. Sie hatte total aufgelöst in ihrer Wohnung gesessen und versucht ihre Hausarbeit in Geschichte zu vollenden, aber sie hatte es mehr schlecht als recht nur hinbekommen.
Die ganze Zeit war ihr dieser Kerl im Kopf rumgegeistert und die Frage, ob es wirklich der gleiche Mann war wie aus ihren Träumen. Aber auch wenn ihr Verstand ihr sagte: Du hast den Schuß nicht gehört, sagte ihr Gefühl eindeutig, dass es der Gleiche sein musste. Allerdings hatte ihr Verstand das letzte Wort gehabt, in dem er steif und fest dabei blieb: sie habe sich das einfach nur eingebildet.
Allerdings hatte das Gefühl und die Intuition nach wie vor keine Ruhe gegeben und sie hatte die Nächte damit zugebracht sich zu informieren ob so etwas möglich war.
Gut, zugegeben Sebastian war nicht begeistert als Rhia ihn aus einem kleinen Intermezzo mit einer Gestaltwandlerin zitiert hatte, aber das war ihr herzlich egal. So hatte sie die letzte Nacht mit dem Caster auf der Couch gesessen und so unauffällig wie möglich versucht etwas herauszubkommen. Doch das WAS sie herausbekommen hatte, war eher frustrierend. Es gab laut Bas Hexen mit Visionen als Fähigkeit, doch tauchten die sehr allgemein auf. Auch in Träumen. Er war der Meinung, dass sich ihre Fähigkeiten einfach klarer herauskristallisierten und das sie deshalb Menschen sah, um ihnen helfen zu können. Aber Rhia hatte vermieden, dass es in ihren Träumen um körperliche Dinge ging, Dinge, die nur sie betrafen und ihn...
Auch war der Fremde bisher der Einzige gewesen.
So hatte sie also die Tage versucht durchzukriegen und auch den Fremden wieder aus ihrem Kopf.

Heute war Tag 5 von keine Ahnung wievielen. Sie hatte ihre Schicht vor 2 Stunden begonnen und war gerade dabei die Pflanzen in den Schaufenstern mit Wasser zu versorgen. Im Hellfire wurden die armen Dinger gerne von allen vergessen, wenn Rhia sich nicht drum kümmerte. Und ausnahmsweise war einmal nicht viel los. Susa stand beinahe schon gelangweilt am Tresen nachdem sie die Kunden versorgt hatte. Die Blonde erhob sich nachdem sie den blühenden Hibiscusbaum versorgt hatte und hätte beinahe vor Schreck erneut losgeschrien. Vor ihr auf der anderen Seite stand.... - Das kann nicht sein - dachte sie und schloss kurz die Augen, klammerte sich an der Wasserkanne fest. - Wenn ich bis drei gezählt habe und die Augen wieder öffne ist er weg... - versuchte sie sich selber zu beruhigen. Aber etwas in Rhia wusste, dass es nicht so sein würde. Der Kerl würde nicht weg sein.
- Eins...zwei.... drei- langsam öffnete sie die Augen wieder, nachdem die Hexe durchgeatmet hatte und sah ihr Gegenüber immer noch da stehen. Beinahe wie eine Salzsäule.
Seine Klamotten waren die Gleichen wie vor ein paar Tagen. Entweder er war ins studieren vertieft und vergaß sich umzuziehen und zu duschen, oder er hatte doch ein ernsthafteres Problem als sie dachte. Ein Problem von dem sie sich besser schleunigst fernhalten sollte, brüllte ihr Verstand.

Dummerweise hatte Rhia selten auf ihren Verstand gehört. So als hätte die Blonde die Andeutung nicht gesehen, ihn nicht gesehen, wandte sie sich um und ging betont lässig zum Tresen zurück. "Hast du was dagegen, wenn ich meine Pause eben nehme?" fragte Rhia Susa und warf dabei einen Blick durch den Raum. Jamie war in einem Gespräch mit einer Brünetten, zehn Minuten Abwesenheit würden ihn nicht stören oder auffallen. Sebastian hatte heute frei. Vermutlich holte er verpatzte Stunden mit der Gestaltwandlerin nach...
"Mach ruhig. Hier ist sowieso soviel los, dass ich Strohballen fliegen sehe..." erwiderte die Rothaarige und kaute auf ihrem Kaugummi herum. "Schön, wir sehen uns in einer Viertelstunde." beiläufig, nachdem Rhia die Kanne weggestellt hatte, streifte sie die Schürze ab. Übrig blieben nur noch die typischen "Uniformen", auf die man hier wertlegte. Wenn man die junge Hexe fragte, empfand sie das als albern, aber sie wurde nunmal fürs Arbeiten bezahlt und nicht für ihre Meinung für Klamotten. Achtlos landete die Schürze auf einem Hocker, sie griff sich ihr Portemonnaie und Handy und ging. Sie verließ den Laden, würdigte den Kerl nicht eines Blickes.

Wenn jemand noch immer hinter ihm her war, dann wäre es nicht gut, sie direkt mit ihm zu sehen. Gut, ihr Verstand brüllte immer noch, dass sie es lassen sollte. Aber sie konnte nicht. Irgendwas in ihr zwang sie dazu.
Sie bog nach links ab, lief einige Meter zwischen Passanten hindurch, überquerte die Straße und lief wieder zurück bevor sie irgendwann in der Seitenstraße verschwand. Rhia ließ sich auf der Feuerwehrtreppe des Geschäftshauses nieder. Breite Stahlstufen. Hier stank es wie immer in den Seitengassen nach Abfall, was an den Containern lag. Sie hob den Kopf, sah in den Himmel. Grau in grau. Jetzt hieß es warten bis er hier aufschlug. Mal sehen was er wollte.
"Du bringst dich in Probleme, Lancaster..." murmelte sie, doch am Ende hatte ihr Vater immer gesagt: Wer nichts riskierte, konnte auch nichts gewinnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 29. Mai 2014 20:11 
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Es war unglaublich, dass Rhia nicht lachen musste als ihr die Überlegung nahe gelegt wurde, dass sie Devlin helfen sollte indem sie mit ihm in ihren Träumen… am besten lassen wir das. Devlin konnte sich eh nicht erinnern. Wieso nur konnte er nicht? Er fand es nicht wichtig und zudem wusste er doch, dass er sie von irgendwoher kannte. Es war also kein Zufall, denn seit ungefähr zwanzig Jahren kannte Devlin nichts anderes als seinen Käfig. Sollte sie also ein Bild von damals sein, dann hätte er selbst das noch gewusst. Er hätte irgendwie eine Verbindung zu einem Ort aufbauen können, aber wenn er sie sah, dann überkam ihn lediglich das Gefühl als würde er sie kennen. Er hatte nicht wie sonst einen kleinen Schimmer oder eine Idee woher, nein. Es war einfach so, dass er sie kannte. Diese Aussage war ganz fest in seinem Kopf verankerte.

Die Blicke trafen sich erneut wie vor einigen Tagen. Irgendwie war das doch sehr suspekt fand Devlin. Schloss sie die Augen? Der Hexer zog die Augenbrauen nach oben. Nein, Kleine, so leicht wurdest du ihn nicht mehr los. Der Mann blieb also standhaft und rührte sich kein Stück. Sie sah gereizt und ein wenig verstört aus als sie ihn immer noch dort stehen sah, nachdem ihr bewusst wurde, dass er nicht einfach verschwinden würde. Nein liebe Rhia. So leicht ging es dann doch nicht. Er wollte schließlich was von ihr.
Devlin beobachtete die Frau weiterhin und dachte zuerst sie würde ihn sitzen lassen, beziehungsweise stehen lassen. Es machte den Anschein als wäre es ihr dieses Mal egal. Er überlegte, ob er lieber rein gehen sollte, aber es war gar nicht so schlecht, dass er wartete. Denn die Frau kam nach kurzer Zeit heraus. Lief über die Straße und verschwand in die Seitengasse. „Gott sei dank.“ Er freute sich, dass sie kam und ihn nicht ignorierte. Aber natürlich kam die innere Frage auf: Warum kam sie? Hmmm, egal. Am besten keinen Kopf darüber machen. Worüber er sich jedoch einen Kopf machte war immer dieses typische Denken, dass man gar nicht an den Ort des Geschehens zurückkehren sollte. Warum eigentlich nicht? Jetzt dachte der Verfolger doch erst recht, dass er seine Beute von ihr verscheucht hatte. Es war also viel logischer, dass der Verfolger nicht mehr wiederkam. Genau aus solchen Gründen war Devlin zurückgekommen. Wenn er irgendwo gleichzeitig sicher war und Antworten bekommen könnte, dann wohl hier.

Leise schlurften seine Füße über den Boden Richtung Frau. Gut, er hatte sie heraus bekommen, aber würde sie ihm auch helfen können? Er war nicht der Überflieger was zwischenmenschliches anging – das hatte sie ja schon mitbekommen als sie die Glasscherben vom Boden alleine auffegen durfte. „Na, alles fit?“, kam es daher von ihm trocken. Hatte er so mitbekommen bei zwei Kerlen und klang für ihn gar nicht so schlimm wie ‚Yo Alter was geht?‘. „Ich habe ein Problem. Ich habe gestern einen Zettel bekommen und die Schrift ist mir zu krakelig. Außerdem habe ich noch Probleme mit der Sprache. Engländer sind echt anstrengend und können nicht schreiben. Macht es also doppelt so schwierig. Tja, und da ich nicht wusste wohin man so gehen kann, we nn es Fains nicht unbedingt lesen sollen, dachte ich ganz spontan an dich. Was in letzter Zeit ziemlich häufig vorkommt.“, nuschelte er und kramte aufgeregt in der Jackentasche herum. Falls die Frau den Zettel annehmen würde, die er gerade der junge Hexer hin hielt, dann würde sie eine sehr skurrile Wegbeschreibung vorfinden. Man musste bestimmte Zeiten einhalten und in ganz bestimmte Straßen einbiegen und sich dann auf einer besonderen Seite halten. Warum? Weil das eine verzauberte Wegbeschreibung war. Jegliche Hexen, die bis heute Devlin auf den Fersen waren und ihn beobachten würden seine Spur wieder verlieren. Nicht ein Mal der Rat der weißen Hexen könnte ihn verfolgen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 29. Mai 2014 20:48 
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Und dann tauchte er auf und Rhia fragte sich einen Moment lang, ob er noch alle Latten am Zaun hatte.
Er zitierte sie hier raus wegen einem Zettel? Was sollte das sein? Wer auch immer hinter ihm her war, es würde Probleme bedeuten allein, dass er hier war bedeutete Probleme und dieser Zettel auch.
"Fains?" sie tat so als kannte sie den Begriff nicht. Die Blondine kannte ihn, sie benutzte ihn aber nicht. Genauso wenig, wie sie sich selbst als Caster titelte. Denn diese Begriffe waren für sie Rassentrennungen und wenn Rhia eines war dann so, dass sie einen Menschen immer so nahm, wie er war. Egal mit welcher Stärke oder Schwäche.
"Keine Ahnung wie du drauf kommst, dass ich dir helfen könnte." erwiderte sie etwas unwirsch, nahm aber den Zettel zur Hand.
Sie konnte lesen, auch eben beinahe jeden Dialekt. Immerhin studierte sie neben Geschichte auch Linguistik. Es war eine natürliche Begabung, dass ihr Sprachen wie eine Melodie näher lagen. Mehr als mathematische Formeln.
Ihr Blick glitt über die Buchstaben und Zahlen, sie zog die Nase etwas kraus:
" Das ist eine Wegbeschreibung mit Zeitangaben an die Du dich halten sollst." sagte sie nach einer Weile und klappte de Zettel zusammen, stand auf und steckte ihn Devlin in die rechte Tasche seiner Hose.
"Hör zu, ich weiß nicht in was für Schwierigkeiten Du steckst, was du da abliefern oder abholen sollst. Aber.." sie sah ihn an und binahe wäre sie zurückgezuckt, da sie wieder Bilder vor sich hatte.
"...aber..." Rhia räusperte sich kurz. "...ich will damit nichts zu tun haben. Du wirst dir jemand andeen suchen müssen. Es tut mir leid." sie machte drei hastige Schritte zurück, so als hätte sie sich verbrannt. "... ich bin die Falsche." und dann lief sie.

Rhia beeilte sich die Straße zu erreichen, wollte sie gerade überqueren als sie von einem Radfahrer erwischt wurde. Es knallte und beide landeten auf dem Bürgersteig. Benommen schüttelte die Blonde den Kopf als ihr die Situation bewusst wurde.
"Verdammt nochmal.." Der Fahrradkurier sah alles andere als begeistert aus. Aber das war Rhia an und für sich egal. " Ja, danke. Mir geht`s auch gut! Vollidiot!" fuhr sie ihn an und rappelte sich auf. Sie war noch immer durcheinander, was definitiv an dem Fremden lag. Hoffentlich folgte er ihr nicht.
Sie wusste nicht, ob sie nochmal die Kraft hatte ihn wegzuschicken. Ihr Kopf sagte eindeutig das es besser wäre, aber ihr Inneres wehrte sich vehement.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 29. Mai 2014 22:56 
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„Ja, Fains.“, wiederholte er ihre Wortwahl. Er kannte gar keinen anderen Begriff. Für ihn gab es nur Hexen und Fains. Dass sich da hinter ein geschickter Schachzug von höheren Mächten verbarg, die die verschiedenen Menschen nur gegeneinander aufhetzen sollten waren für ihn absurd. „Keine Ahnung wie ich darauf komme. Es ist einfach da; also dieses Gefühl.“ War nicht gelogen. Ging es ihr eigentlich auch so? Musste ja, oder weshalb nahm sie sich das Papier und las, wenn es ihr eigentlich hätte egal sein können?

„Ah, okay.“ Moment. Sie klappte ja schon wieder alles zusammen. Wie jetzt? Das war’s. Ihm klappte der Mund auf als ihm der Zettel zurückgeschoben wurde und er eine fast deutliche Ansage von der Frau bekam. „Nichts, aber…“ Er ließ den Kopf hängen, weil er nicht weiter reden durfte. Er kam bei ihr gerade mal so zum Luft holen und dann war wieder gut. Ab und zu unterbrach sie ihn als sie ansah – und das wiederum war für ihn Anreiz genug nicht aufzugeben. „Nein, du bist ganz sicher die Richtige!“, rief er hinterher und beobachtete sie. Wie sie wegrannte vor ihm und wie sie von dem Fahrradfahrer angefahren wurde. „Oh, das tat bestimmt weh.“, flüsterte er leise und verzog das Gesicht.
Er folgte ihr nicht, weil sie sychron mit dem Fahrer eine wunderbare Gesichtsbremsung hingelegt hatte – die nebenbei sicherlich eine 9.0 wert war -, sondern weil er sie nicht wegrennen lassen konnte. Er brauchte sie, denn nur ihr konnte er halbwegs vertrauen. Zumindest was die magische Welt anging. Also hastete er hinterher; war ja nicht so als ob sie davon humpeln konnte. „Nein bitte, warte. Kannst du mir das nochmal erklären mit dem Schreiben? Ich muss es mir aufschreiben können oder so. Ich brauche nur Hilfe dabei. Ich muss nichts abholen, oder abliefern. ICH muss dahin.“ Mercury war dafür bekannt krumme Dinger mit schwarzen Hexern zu drehen, dessen Elternteile tot waren und dem der Rat die Blutzeremonie verbot. Von daher war es logisch, was die Kleine würde. Aber mit etwas Glück hörte sie nicht auf ihren störenden Verstand.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 29. Mai 2014 23:23 
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Die Studentin zuckte erneut zusammen als sie seine Stimme hörte.
Eigentlich hatte sie gehofft, dass er es lassen würde. Das er einfach wieder verschwinden würde, dieser sonderbare komische Typ.
Wieso war er eigentlich so? Und wieso tat sie das? Sie verstand es nicht so ganz. Fest stand er war magisch, fest stand es würde Ärger bedeuten. Mit seinen Verfolgern, mit ihren Aufpassern ihrem Leben und allem.
Sich den Staub von den Kleidern klopfend, richtete sich Rhia auf, während er sie mit Worten grade quasi überfiel und wenn sie nicht noch so verwirrt wäre, hätte sie vermutlich abgeblockt, doch alles was sie sagte war: "Ich muss los, ich hab noch Schicht. Komm heute Abend gegen 20 Uhr zur Midnight Avenue. Nummer 20. Lancaster. Dann sehen wir weiter. " Mehr konnte sie ihm jetzt und zur Sekunde nicht anbieten. Kurz betrachtete sie ihren aufgeschürften Arm, mehr war nicht passiert. Sie schulterte ihre Tasche und ließ den fremden dann zum zweiten Mal an diesem Tage stehen.


20 Uhr - Midnight Avenue

Sie war seit einer knappen halben Stunde Zuhause, war kurz unter die Dusche gestiegen so wie jeden Abend und saß nun mit frischen und vorallem bequemeren Sachen auf der Couch. Auf ihrem Wohnzimmertisch stapelten sich einige Bücher. Es war eine kleine Wohnung, modern eingerichtet, aber überall hingen Regale mit Büchern. VOrzugsweise über Märchen; Fantasy und.... Uni... Geschichte und Sprachwissenschaften. Ein paar Bilder an den Wänden. Einige Ritualsymbole. Geschenke ihrer Mutter und des Zirkels.
Jamie war abgedampft und Bas würde vor Morgenfrüh hier nicht auftauchen. Wenn der Fremde also wirklich kam, dann wäre sie ihm ohnehin auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, da sie als Caster einfach komplett ungelernt war.
Kurz war die Blondine einen Blick auf die große TÜte auf dem Tresen zur Küche. Sie hatte Essen vom Italiener mitgebracht. Der arme Kerl schien nicht grade oft die Option zu haben. Daneben lag noch eine zweite Tüte mit Klamotten, die sie Jamie abgezogen hatte. Die dürften inetwa passen. Wenn ihr Besucher sie schon in Probleme brachte, dann sollte er wenigstens nicht immer die gleichen Sachen tragen. Es klang vermessen, auch wenn Rhias Kopf ihr Angst einredete, fühlte ihr Innerstes den tiefen Wunsch zu helfen, ihn schützen zu müssen und gleichzeitig auch verantwortlich. Sie schüttelte über sich selber den Kopf als es klopfte. Langsam erhob sie sich, ging zur Tür und öffnete sie. Wie erwartet stand er tatsächlich dort.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 30. Mai 2014 20:11 
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„Hmmm, wie bitte?“ Diese Frage flog den ganzen Abend durch den Kopf des Hexers. Er fragte sich die ganze Zeit wie er es geschafft hatte die Kleine zu überreden oder gar dazu zu bringen, dass sie ihn zu sich einlud. Oder wollte sie ihn nur loswerden? Auf jeden Fall hatte er genickt und war dann verschwunden. Zu voreilig. Jetzt machte er sich die ganze Zeit Gedanken darüber, ob das nicht alles ein großer Witz werden würde. War diese Straße die Richtige und vor allem: War SIE wirklich hier? Es war nämlich nicht einfach gewesen für ihn hierher zu finden. London war zwar nicht die ruhigste Stadt in der Nacht, aber trotzdem kostete es Überwindung jemanden zu fragen wo diese eine besondere Straße war. Vor allem dann, wenn dieser einen mit großen Augen anblickte und einfach gegenüber zeigte. Es war wirklich schwer für den Mann. Es ging hier jedoch um ihn und seiner Zukunft – was bedeutete, dass diese Frau momentan der einzige Lichtblick für ihn war. Er vertraute einfach ihre Nettigkeit, die sich trotz weniger Worte nicht in Grenzen gehalten hatte. Man bedachte die Situation mit dem Hexenjäger. Innerlich hoffte er, dass dieser Typ nicht wieder unterwegs war und nach ihm suchte, oder im schlimmste Fall: Devlin den Jäger direkt zu der Kleinen führte und sie mit hochnahm als angebliche Komplizin.

Pünktlich wie der frühe Vogel stand er vor ihrer Tür. Nur das mit der Klingel war ein wenig umständlich. Seine großen Finger drückten alle gleichzeitig. Ein paar machten ihm auf und einige fragten ihn etwas an der Gegensprechanlage. Das wurde gekonnt ignoriert, weil er hineinstürmte. Die erste Tür die ihm aufmachte, war verwirrend. Alter Mann ohne Hosen und mit einem Unterhemd. Ihgitt. Weiter. Es lief noch zwei Mal so ähnlich bis er schon den blonden Schopf sah – sprich als die Tür aufgemacht wurde nachdem er geklopft hatte sah er schon die hellen Strähnen. Das konnte nur sie sein. „Gott sei Dank. Hatte den Nachnamen nicht verstanden.“ Mittlerweile kam selbst er in der Fainswelt zu recht ohne lesen zu können. Ausreden gab es wie Sand am Meer. Etwas rücksichtslos schob er sich zur Tür hinein damit nicht noch mehr irre Gestalten in den Hausflur guckten. Er wirkte sehr paranoid, aber Vorsicht war besser als Nachsicht. Außerdem ging es hier auch um sie. Er wollte sie keiner Gefahr aussetzen. Oder irgendwie sowas in der Art; ganz sicher war er sich noch nicht.
Er lehnte in der Wohnung an einer Wand und drückte den Rücken samt Kopf dagegen. „Ich habe gedacht du hast mich in die Wüste geschickt. Hab mich geirrt.“ Devlin gluckste leicht, weil er wirklich hier war und nicht mehr um irgendwelche Aufmerksamkeit kämpfen musste. Oder sich im Moment sorgen um seine Gesundheit machen brauchte. Momentan war er ruhig und sehr zufrieden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 30. Mai 2014 20:50 
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"Hätte ich das getan, wärst du wieder im Hellfire aufgekreuzt." sagte Rhia stumpf und bewegte sich von der Tür weg. So als wäre es das selbstverständlichste auf der Welt, durchquerte sie den kleinen Flurbereich und ließ sich auf die Couch fallen, zog sich wieder eins ihrer Bücher heran. Sie hatte seit heute Nachmittag viel nachgedacht über diesen komischen Kerl ud endete bei seinem Benehmen und seiner Aussage nur bei einem: Er musst ein Analphabet sein, sein ganzes Benehmen deutete darauf hin. Sie hatte eigentlich nicht lange gebraucht um darauf zu kommen. Sprachwissenschaften waren eins ihrer Gebiete und es war noch gar nicht lange her das sie eine Hausaufgabe über Alphatesierung geschrieben hatte. Also über das Themengebiet Menschen lesen und schreiben beizubringen. Unabhängig von körperlichen oder psychischen Schwächen war es leichter einem Kind Dinge beizubringen als einem erwachsenen Mann. Rhia wusste immer noch nicht so genau wieso sie das machte. Sie hätte ihn auch einfach zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle abliefern können und wäre fein rausgewesen, aber das brachte sie irgendwie nicht über sich. Er wirkte beinahe schon verloren wie ein Kind.
"Gut, du willst zu diesem Ort." sagte sie jetzt. "... dann wirst du es dir erarbeiten müssen." sagte sie ruhig.
Wollten sie mal sehen, wie wichtig es ihm war. "Ich kann dir lesen und schreiben beibringen, auch wenn mir schleierhaft ist, wie du deine hexischen Begabungen ohne all das beherrschst." Aber es sollte ja auch Leute geben, die nichts beherrschten und nur lesen und schreiben können. "Ich werde dich nicht dort abliefern. Wenn du da so dringend hin musst, dann wirst du es lernen müssen. Und du wirst dir einen Job und eine Wohnung suchen, wie jeder normale Mensch auch. Ach und noch etwas. Wir sind alles MENSCHEN. Die Worte "Fains" , "Caster" und ähnliches, verbannst du besser aus deinem Sprachgebrauch. Ich bin scheinbar die Einzige von der du Hilfe willst. Kannst du haben, aber nach meinen Regeln." Rhias Worte klangen nicht hart, sie waren eher leise gefallen und dennoch so bestimmt, das klar war, dass sie nicht diskutieren würde. "Bevor wir anfangen. Links von dir, die weiße Plastiktüte auf dem Tresen. Da sind Klamotten drin, dort..." sie hob di Hand zeigte auf eine weiße Tür: "... da ist das Bad. Denke ne Dusche zum Kopf frei kriegen kann nicht schaden. Deine Klamotten kannst du in den Korb vor die Maschine schmeißen und wenn du wieder da bist, kannst du mir sagen, ob der Deal für dich so steht oder ob du lieber gehen willst und jemand anderen um Hilfe bittest."

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 31. Mai 2014 20:06 
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„Da hast du recht.“ Er spitzte die Lippen und überlegte. Jap, wäre er. Aber er wäre ein wenig frustrierter als sonst gewesen. Nicht, dass man da noch irgendetwas großartig steigern könnte, aber es wäre ihm sicherlich schwerer gefallen an die Kleine heran zu gehen. Oder gar auf sie zu. Aber ihn loswerden würde sie nicht so schnell. Da musste man ihm schon eine ordentliche Tracht Prügel androhen oder ihn sogar ganz verhauen.

Mit einem mulmigen Gefühl im Magen folgte er der Blondine ein paar Schritte und beobachtete die Szene. War ja klar, ein Buch. Was sonst taten Fains und Hexen, wenn sie nicht gerade etwas zu tun hatten? Sie lasen Bücher. Was denn sonst? Es gab ja auch keinen Hunger in der Welt zu stillen oder etwas Gutes zu tun. Alles sinnlose Argumente, aber dass dieser Mann sinnlos argumentieren konnte stand von vorn herein fest, oder?
Als die Worte fielen verzogen sich schon die Mundwinkel nach unten. Wobei sich Devlin dachte, dass die Kleine gleich wieder ganz schnell vergessen durfte, dass er sich eine Schürze umbinden würde. Aber von wegen. Der eigentliche Punkt würde erst noch kommen. Denn sie war der Meinung sofort wissen zu können was sein Problem war. Komisch, dass es selbst im Knast niemandem aufgefallen war, aber ihr direkt nach einem Tag, beziehungsweise fünf Tage in Abwesenheit von Devlin. Andererseits durfte er die Intelligenz der Insassen und der Wärter nicht mit jemandem anderen vergleichen. Vielleicht hatte sie eine sehr sensible Auffassungsgabe?

„Man muss nicht lesen können um seine Gabe herauszufinden und zu trainieren.“ Jeder fand seine Gabe früher oder später heraus. Devlin gehörte sogar zu den Frühzündern, die ihre Gabe erhielten bevor das Ritual vollzogen war. Was in Anbetracht seines Stammbaumes aber auch durchaus logisch war. Selbst das Ritual, welches fehlte, konnte die Gaben eines Badley nicht unterdrücken. Es war einfach nicht möglich bei den Gaben der Väter und Urgroßväter.
Bisher fand er sie dann noch nett. Doch dann war er sprachlos. Regeln? Ihre Regeln? Wie bitte? Er musste sich eigentlich verhört haben, aber ihr Gesichtsausdruck war eindeutig. Mit einem Gesicht wie drei Tage Regenwetter drehte er sich um, schlurfte zu der Tüte, nahm sie mit und machte sich dann auf den Weg in Richtung des Bades. „Schlimmer als die Wärter. Hätte ich gleich dort bleiben können. Ihre Regeln. Solange du deine Beine unter meinem Tisch hast...“ Er brummelte immer wieder leise vor sich etwas hin ehe die Tür zuging und verriegelt wurde: „HMPF.“

Die Blondine hatte also gar nicht so unrecht. Es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn er lesen konnte. Er hatte nie die Möglichkeit zu bekommen und der Grund würde sich noch früh genug zeigen. Mit leicht feuchten Haaren und Klamotten, die zu breit, aber dafür zu kurz wirkten kam er wieder aus dem Zimmer heraus; ja, es war wirklich schwer etwas passendes für den Mann zu finden. Und irgendwie war es wirklich merkwürdig einer Frau Hose, Shirt und Unterhose liegen zu lassen damit sie diese waschen konnte.
Sein Gesichtsausdruck sah zwar immer noch aus wie drei Tage Regenwetter, aber wer konnte es ihm verübeln? Der Kerl hatte zig Jahre nichts anderes gesehen außer seine vier schöne und kahle Wände. Dass er gleich anfangen sollte zu arbeiten und sich etwas zu verdienen hätte wohl jeden Mann in seiner Situation ein bisschen herunter gezogen. Daher stand er da mit den Händen unter die Achseln geklemmt, die Schultern nach oben gezogen und meinte: „Schön. Ich mach es. Ich bin einverstanden. Womit fangen wir an?“ Ihm lief immerhin die Zeit weg und er wollte eigentlich alles so schnell wie möglich durch haben. Dass sich da etwas zwischen ihnen befand ließ er außen vor. Zur Sekunde konnte er sich das in seiner Gefühlslage einfach nicht leisten. Da war kein Platz zum Grübeln; außerdem gab es dafür noch die Nächte. Apropos. Es war schon spät und dunkel draußen. Er fing an sich unwohl zu fühlen. „Problem damit, wenn ich das Fenster aufmache?“ Er setzte sich in Bewegung ohne abzuwarten und machte einfach. Dabei konnte er nichts dafür. Schwarze Hexen reagierten sehr eigenartig auf verschlossene Räume; vor allem wenn es nachts war und man eigentlich schlafen wollte. Das war bei ihnen nämlich nicht der Fall. Erst dann wurden sie richtig aktiv; schliefen dafür aber sehr gerne und sehr lange aus. Noch etwas, was ihn wohl bei seiner Jobwahl behindern würde. Aber die Kleine würde schon wissen, was sie ihm da vorgeschlagen hatte.

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DON'T KNOW WHAT I BECAME WHEN YOU WALKED OUT, YOU WERE TOO FAR AWAY TO SEE THE FALLOUT.
IF YOU EVERY REALLY WANTED ME YOU SHOULD'VE FOUGHT FOR ME - YOU SHOULD'VE DIED FOR ME.
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THE TRUTH IS: I LOVE WHEN IT HURTS.
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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 31. Mai 2014 21:35 
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Sie hatte die Stirn gerunzelt als er gemotzt hatte, aber das war sein Problem. Nicht ihrs. Er wollte immerhin irgendetwas von ihr.
Als die Tür sich geschlossen hatte, hatte sich Rhia entspannt. Diese Situation behagte ihr noch nicht.
Nicht weil sie ihn fürchtete. Eher weil sie nicht wusste, ob sie tatsächlich richtig lag mit ihrer Vermutung. Aber da er nichts anderes gesagt hatte und explizit sagte, er muss sich das aufschreiben können und nicht nur stumpf nach Zettel und Stift fragte, blieb ja keine große andere Wahl, oder? Sie hatte einfach gut aufgepasst, hoch gepokert und gewonnen.
Die Frage war nur, ob der Sieg für eine Runde war oder für das Spiel. Ob das alles hier gesund war, ob sie überhaup in der Lage war ihm etwas beizubringen?

Unruhig war sie solange die Geräusche aus dem Bad kamen im Raum auf und abgegangen. Job ohne Lesen und Schreiben war nicht optimal. Er musste wenigstens halbwegs rechnen können oder Dinge einräumen und stapeln können. Irgendein Lager?
Sie ging gedanklich alles durch. Johnny einer der Lieferanten.... vielleicht ... hm. Vielleicht konnte man ihm die eine oder andere Abendschicht im Hellfire oder woanders besorgen. Im Hellfire ging sogar, sie müssten sich nur etwas einfallen lassen, damit er die Flaschen auseinander hielt und die Abrechnung. ... oder sie legte ihre Schichten um?
WAS ZUR HÖLLE????!!! Rhiannon zuckte zusammen als sie sich bei diesem Gedanken ertappte.
Nein, nein und nochmals nein. Vielleicht sollte sie ihn doch einfach...

Im nächsten Moment öffnete sich die Tür und Devlin stand wieder vor ihr.
Gut die Klamotten... eigentlich hätten sie passen müssen. Gut, bis nachher würde es reichen.
Während er unbehaglich umher wuselte, war Rhia durch die offene Tür ins Bad gewuselt und warf die Wäsche von Devlin mit ihrer eigenen in die Maschine und stellte sie an. Wenn sie durch war, konnte sie trocknen. Er würde heute Nacht auch auf der Couch schlafen, denn wer weiß wie lange sie an den erste Sachen sitzen würden und so wie sie vermutete war er nirgendwo fest untergekommen. Die Blondine seufzte leise. Was tat sie hier iegentlich?

Mit verschränkten Armen lehnte sie sich in den Türrahmen: "Womit wir anfangen? Vielleicht damit, dass du mir erzählst wer du bist und was Du kannst und was nicht. Damit ich zumindest einen Ansatz habe. Alternativ... ich kann dich auch sobald deine Sachen trocken sind am entsprechenden Platz zur entsprechenden Zeit abliefern?" wieso schwankte sie denn jetzt wieder?
Rhia nickte Richtung der anderen Tüte auf dem Tresen. "Ich hab Nudelauflauf mitgebracht. Nimm dir nen Teller aus dem Schrank, Cola ist im Kühlschrank. Du wirst Nervennahrung brauchen..." sagte sie leise und durchtquerte noch einmal dem Raum und verschwand in einem der anderen Räume.

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Get my head on straight and keep my heart in line,
I try to tell myself that I just don’t care,
But it’s his voice ringing in my head this time.


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