madheartbeat

bound by love, magic unleashed
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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 1. Jun 2014 15:48 
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Meine Güte, der Mann war nicht behindert, sondern konnte „nur“ nicht lesen und schreiben. Etwas, was in dieser Welt wohl ein Tabuthema war; so sehr wie alle Wind darum machten. Er konnte also sehr wohl eine Schicht übernehmen. Allerdings würde das Einarbeiten sehr viel schwieriger werden als sonst etwas. Wenn es eine Chefin gab konnte man vielleicht noch den nicht vorhandenen Charme spielen lassen damit sich Devlin beweisen konnte. Alles andere war Übungssache. Als ob ein Barkeeper sich die Sachen durchlas, die er benutzte. Genauso wenig würde Devlin sich etwas durchlesen müssen. Wenn das Hellfire und sein Team ordentliche Menschen war, dann würde Devlin die Sachen auswendig lernen können. Ihm fehlte es zwar an der Eigenschaft Wörter zusammensetzen, aber er konnte sich umso besser Bilder merken und Anordnungen. Selbst das Abrechnen wäre kein Ding der Unmöglichkeit. Er könnte seine Kasse durchzählen mit Hilfe eines Taschenrechners: Große Scheine würden bedeuten vor dem Komma. Die Münzen wären etwas schwieriger, aber auch das würde er hinbekommen, wenn er sich den Unterschied merken könnte. Nur das normale Abkassieren eines Kunden würde ihn wohl in den Wahnsinn treiben.

Mit dem flauen Gefühl im Magen stand er am Fenster und inhalierte derweil die frische Luft von draußen. Aber das Gefühl war besser als im Gefängnis. Als sie ihn das erste Mal Wochen in den Keller eingesperrt hatten, hatte er wie am Spiel geschrien. Die Wände waren erdrückend und er hatte schwer Luft bekommen. Am nächsten Tag hatte er die Wärter verächtlich reden hören, dass er nur von Marcus Badley abstammen konnte. Devlins Großmutter, also die eigentliche Mutter von seinem Vater, hatte der magischen Welt die Schwäche der schwarzen Hexen gezeigt. Bisher hieß es nur, dass alle schwarzen Hexer außergewöhnliche Gaben besaßen und wenige Schwächen hatten, dabei war es diese eine Schwäche, die so leicht einen schwarzen Hexer zerstörte: Ihn auf Entzug setzen. Devlins Großmutter wurde damals in einem Kellergewölbe eingesperrt worden als man sie gejagt hatte. Feuer hatte ihr nichts anhaben können und daher hatten sich die Jäger gedacht sie würden einfach warten bis sie von alleine heraus kam. Doch dann fing sie nachts an zu schreien. Als ob sie sterben würde kreischte sie durch das Gewölbe bis an die Oberfläche. Sie raubte den Jägern den Schlaf, brachte sie gegeneinander auf und – wenn sich Devlin richtig erinnerte – hatte sie mit den Schreien auch einen Jäger in den Selbstmord getrieben.
Ihn durchfuhr ein kurzer Schauer als er verstand wie sich seine Großmutter gefühlt haben musste. Vollkommen eingeengt ohne Aussicht auf Freiheit. Er zuckte leicht zusammen als sie dann hinter ihm anfing zu reden. War sie nicht gerade verschwunden? Hmmm, er hatte mal wieder sein Zeitgefühl verloren. Devlin sah sie an als wäre sie hier die Verrückte, die entflohen war. Was war denn mit ihr los? Erst eine Predig darüber halten, woran er sich zu halten hatte und dann löste sich alles in Schall und Rauch auf? Er kniff die Augen zusammen und fuhr sich mit dem Zeigefinger beruhigend an der Nasenspitze entlang. „Du bist echt komisch. Erst Hü und dann Hott.“, nuschelte er und konnte dem Angebot nach Essen dann doch nicht widerstehen. Nahm sich wie erklärt einen Teller und öffnete den eingepackte Auflauf. Hmmm. Hatte sie schon gegessen? Er nahm sich eines der Messer und teilte das Essen fast in der Mitte. Er wollte ihr nichts wegessen, also entschied er sich für das kleine Stück. Ebenso nahm er eine kleine Cola aus dem Kühlschrank, ganz nach dem Motto als ob sich der große Mann so klein machen wollte sodass er gar nicht auffiel.
Er ließ sich auf der Couch fallen und verputzte das Essen relativ schnell. Eher aus dem Aspekt heraus, dass das Essen lecker war und nicht weil er einen Bärenhunger hatte. Man konnte sich gar nicht vorstellen wie gerne er dafür auf den Knien rum gerutscht wäre vor den Wärtern. Etwas einsam betrachtete er den Tisch und beugte sich nach vorne, nahm einen Stift zur Hand und bekritzelte die Hand. 'D E V'. „Tada.“, brummte er. „Somit können wir festhalten wie viel er denn schon kann.“ Er schmiss den Stift wieder auf den Tisch vor sich und schnappte sich den Teller. Winkelte die Beine an, legte das Essen auf seinen Schoß und aß weiter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 1. Jun 2014 19:21 
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Wenn Rhia hätte hören können, was er über sie und Überlegungen dachte, sie hätte vermutlich alle gut gemeinten Überlegungen verworfen und ihn hochgradig rausgeschmissen, so das er zu sehen konnte wo er blieb. Es gab durchaus Menschen, die Analphabeten im Geschäftsleben und Zusammenleben als Problem sahen und eben finanziell nicht die Zeit hatten Leute ewig einzuarbeiten oder Geduld und Nachsicht hatten. Geld regierte die Welt, dass wusste die junge Lancaster und genau das war einer der Gründen wieso sie sich überlegt hatte, was man mit ihm anstellen konnte ohne das es auffiel.
Das Mr. Ich-komme-alleine-in-der-Menschen-Welt -klar, nicht klar kam, sah man am Umstand das er jetzt bei ihr hockte und auf Hilfe angewiesen war. IHRE Hilfe. Umgekehrt brauchte sie diese nicht. Sie konnte in der Menschenwelt überleben. Sie arbeitete, hatte Schulbildung genossen, lebte alleine in einer Wohnung. Umgekehrt... tja sah wohl schlecht aus. Gut ihr magischer Anteil war verkümmert, aber man brauchte in dieser Welt auch nicht zwangsweise Magie.
Doch glücklicherweise für Devlin, konnte sie seine Gedanken oder Ansätze nicht hören, blieben sie ihr verschlossen.

Allerdings schaffte er es dann doch ihren Unmut zu wecken. Obgleich die junge Frau ein sehr hilfsbereites Gemüt hatte, war sie doch eines: temperamentvoll.
"Pass auf, wenn dir irgendwas an der Art und Weise nicht passt. Dann sag es. Dann blasen wir die Nummer ab, du kannst dir heute hier nen netten Abend machen und verschwindest morgen wieder." fauchte sie fast schon gereizt.
Hatte der noch alle Latten am Zaun, ihr einfach irgendwas wi "Hü und hott" vor die Füße zu knallen, sowie ihr dann drei Buchstaben hinzudonnern mit einer beinahe schon selbstgefälligen Arroganz. "Ich habe keine Zeit für irgendwelche Spielchen aus Eitelkeit ud Stolz heraus." je weiter sie gesprochen hatte, desto wütender wurde sie. Wie konnte er es wagen hier aufzutauchen, alles durcheinander zu wirbeln... inklusive ihr und ihres Lebens und dann so?!
Sichtlich genervt, nahm sie den Zettel den sie zuvor aus Devs Sachen gefischt hatte, marschierte zum Tresen wo ein Block und Stiftlag und begann in feinsäuberlichen für jedermann - der des Lesens mächtig war - Druckbuchstaben die Daten zu übertragen. Uhrzeiten, Straßenseiten, Straßen. Nach dem sie fertig war lief sie an ihm vorbei, beide Zettel ladeten ungeachtet in seinem Schoß und dan klappte die Tür zu ihrem Schlafzimmer laut ins Schloß....

Drinnen angekommen empfing sie Kühle und Dunkelheit. Mit klopfenden Herzen ließ sie sich mit dem Rücken zur weißen Tür nieder, legte den Kopf in den Nacken und schloß die Augen: Was... nur was war das hier?
Wieso... reagierte sie so? Wieso... war er da? Wieso war er aufgetaucht und wieso verschwand er nicht einfach wieder.
Rhia war ihre eigene Launenhaftigkeit durchaus aufgefallen, doch das hing einfach damit zusammen, dass sie etwas fühlte, was sie nicht einordnen konnte und sein Benehmen verwirrte sie und es gab keine Antworten und überhaupt. Sie wusste nicht wie sie mit dem ganzen emotionalen wie auch menschlichen Input umgehen sollte. Wie das alles angehen....
Sie war schlicht überfordert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 1. Jun 2014 20:16 
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Hätte sie ihre Überlegungen ausgesprochen hätte sich Devlin bedankt und versucht ihr seine Sicht klar zu machen. Ob das überhaupt möglich war? Ihr kleiner Aussetzer war noch im vollen Gange und ihm blieb wiederum das Essen im Halse stecken. Herrje, die war noch schlimmer drauf als Devlin zu seiner schlimmsten Zeit; dann wenn er seinen Ausraster hatte. In einem glichen sie die beiden allerdings: Sie regten sich gerne ohne Grund und vor allem Punkt und Komma auf. Nur einen Unterschied gab es: Devlin neigte dazu Sachen durch die Gegend zu schmeißen als wären sie aus Pappmaché. Tja, so waren sie eben die schwarzen Hexer. An ihr war wohl auch einer vorbeigegangen, hm?
Ruhig blieb er sitzen, blinzelte sie ein paar Mal verstört an und kaute argwöhnisch weiter. Sprang sie ihn gleich, schmiss ihn aus dem Fenster? Er legte den Kopf schief und musterte die Frau. Dürfte sie eigentlich nicht schaffen. Hm, wie bitte was? Eitelkeit und Stolz? Entschuldigen Sie mal! Ich habe mir den Arm sicherlich nicht aus Stolz angemalt. Wohl gemerkt noch mit einem hübschen wasserfesten Edding. Devlin hielt es für besser still zu bleiben und nichts zu machen außer kleiner zu werden und zu essen. Aber noch kleiner ging nicht.
„Wa-hä? Wä-he? Was?“, spuckte er aus und starrte die Tür an, die ihm gerade zugeschlagen wurde. Hatte er wirklich einen so schlimmen Charakter? Oder übertrieb die kleine es mit ihrem Helfersyndrom? Schließlich neigten genau diese Leute dann auszurasten, wenn man ihre Hilfe nicht ganz so ernst nahm – oder aber: Nicht auf den Knien bettelnd angekrochen kam und sich Füße küssend bedankte. Nein Devlin, das ist nicht fair.. redete er sich ein. Vielleicht war es nicht so ernst angekommen wie es eigentlich sollte. Zudem musste er zugegeben; es verletzte ihn gerade, dass sie sich wohl genau deswegen aufzuregen schien. Ihm verging der Appetit. Na zum Glück hatte er schon artig aufgegessen. Sein Magen fühlte sich schwer an als den Zettel anstarrte und nichts bis auf ein paar Zahlen erkannte. Er grummelte. Leise und für sich. Stand dann auf und platzierte sich hochgewachsen vor der Tür. Die Arme verschränkte und den Zettel unter dem Arm geknickt. „Nur zu deiner Information. Ich bin hier, will was lernen und habe das getan worum du mich mehr oder weniger...“ Genötigt, gezwungen, angeschrien? „gebeten hast.“ Er schluckte das Grummeln herunter. „Du wolltest wissen wer ich bin und was ich kann. Das war das Endergebnis. Dass ich beides in einem Wort beschreiben kann und du dich deswegen angepisst fühlst und Dinge siehst, die gar nicht existent sind – dafür kann ich auch nichts.“ UH! Das war ein wirklich toller Satz. Er lobte sich. Existent. Oder gehörte das vielleicht gar nicht mit hinein in den Satz? Ach, einfach cool und lässig tun. Obwohl; so verspannt wie er da stand dachte man eher er würde sich direkt in die Hosen machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 1. Jun 2014 20:49 
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Leise japste die Blonde nach Luft, versuchte mit aller Macht sich zu fassen und nicht im nächsten Moment vor Verzweiflung in Tränen auszubrechen aufgrund der Situation. Was hatte sie sich nur dabei gedacht? Gar nichts vermutlich.
Die Zornesflamme in ihr ebbte langsam ab, doch nicht lang genug bis sie seine Stimme auf der anderen Seite der Tür hörte und sofort schoss die Wut wieder hoch. Gebeten?! ER hatte ihr keine Wahl gelassen.
Rhia wirbelte herum, riss die Tür auf: " Ich dich gebeten?!" fauchte sie und im nächsten Moment wurde ihre Stimme lauter. "DU -HAST-MICH-DAZU-GENÖTIGT!" brüllte sie ihn nun an und sekunden darauf schossen ihr die Tränen in die Augen. So schnell das sie gar nicht mehr dagegen ankam. "Hast du mich EINMAL gefragt, ob ich das will? Diese verdammten Träume seit Monaten und mit überschwappenden Gefühlen, dass ich kaum noch schlafe?! Hast du mich einmal gefragt, ob ich in diese Sache reingezogen werden will? Hast du mich einmal gefragt, ob ich damit klar komme? NEIN hast du nicht. Du platzt in mein Leben..." das was Rhia in ihrem Wortfluss und mitsamt ihrer Tränen nicht bemerkte war, dass sich die Bücher um sie herum langsam in die Höhe hoben und schwebten. "... und machst dich mit einer selbstverständlichkeit darin breit." sie schnappte immer noch nach Luft. "... und wenn ich versuche aus dir herauszubekommen, was du alles kannst oder nicht. damit ich effektiv irgendwas machen kann, dann knallst du mir einfach irgendwas vor die füße als wäre es das selbstverständlichste und als würdest du dich über mich lustig machen." mit jedem voran schreitenden wort knallte jetzt eines der bücher direkt neben dev gegen die wand oder vor seine füße. Vor ihm stand dagegen eine völlig fassungslose frau, die in tränen aufgelöst war und jetzt nur noch zitterte. "Also sag nie wieder ich habe dich gebeten." sagte sie dann kraftlos und wie auf kommando fielen die bücher zu boden als wäre nie etwas passiert.
Rhia schluchzte ein letztes Mal und wischte sich dann die Tränen aus dem Gesicht. "Du suchst dir besser jemand anderen, der dir hilft." jetzt war ihre Stimme nur noch ein leises Wispern, sie wandte sich um und ging dann, ohne die Tür zu schließen zurück in ihr Schlafzimmer. Kroch im Dunkeln in ihr Bett. Es war ihr egal, ob Devlin da noch wie ein begossener Pudel stand oder nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 3. Jun 2014 20:55 
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Wer hätte ahnen können, dass sie empfindlich war? Vor allem, dass sie es seinetwegen war? Er wusste doch nichts von irgendwelchen überforderten Gefühlen, aber anscheinend dachte sie nur an sich? Denn das, was sie mitbekommen hatte – nachts, wenn sie schlief und er wach war – waren die angenehmen Momente. Sie konnte sich nicht ausmalen wie es war, wenn er schlief und träumte. Was ihn alles verfolgte. Und wenn ihre Reaktion auf solch ein Leben so war dann... ja, dann täte sie ihm leid.

Er zuckte wie so oft heute in ihrer Nähe zusammen. Er mochte laute Geräusche neben sich überhaupt nicht. Ebenso mochte er laute Fains oder Hexen nicht. Sie erinnerten ihn an seine Großmutter. Er kannte sie nicht wirklich gut und die Bilder von ihr waren schemenhaft, aber diese Frau hatte ihn geprägt. Mutter und sie glichen sich charakterlich komplett. Devlin, Fains und selbst Hexer und Hexen die laut werden... haben keine Ahnung; von nichts. Sie sind schutzlos. Missbillige oder ignoriere sie einfach. Sie war eine sehr schroffe Frau gewesen, aber sie hatte seiner Meinung nach einen wirklichen Überblick über die Welt gehabt. Naja, zumindest in sofern ein Kind das einschätzen konnte.
Die Tränen sah er. Er roch sie auch förmlich und er hielt sich nicht an den Rat seiner Großmutter mütterlicherseits. Er ignorierte also nicht die Frau, aber dafür die Tränen. Solche Dinge bewirkten bei ihm schon lange nichts mehr. Nicht, wenn man zur Genüge welche davon vergeudet hatte. „Meine Fresse. ICH HABE KEINE AHNUNG wovon du eigentlich redest. Ich habe nichts getan, außer dich gefragt, ob du mir das vorlesen kannst damit ich es mir aufschreiben kann!“ Er blickte zur Seite. Hm. Bücher. Naja, selbst ein paar Fains hatten solche Gaben. Dabei wäre er sicherlich beeindruckt, wenn sie mit Küchenmesser jongliert hätte. Die hätten ihm wirklich gefährlich werden können. Viel mehr war er wohl über die Tatsache schockiert, dass sie viel älter war als sie eigentlich aussah. Dass sie vom gleichen Schlag waren und vorab ihre Kräfte besaßen – davon ahnte er nichts. „Ich bin dir dankbar dafür, dass ich hier sein darf, aber ich kann es nicht zeigen so wie du es gewohnt bist.“ Wieso blieb Devlin eigentlich so ruhig? Oma hatte vielleicht recht gehabt, aber dennoch fühlte sich Devlin wie ausgewechselt. Er war seinem typischen Ausraster gefühlte Meilen fern. Die Frau machte ihn nicht wütend. Zumindest nicht in dem altbekannten Ausmaß. Selbst als sie ihm einfach den Rücken zu wandte und ihn stehen ließ als ob er ein Stück Dreck wäre. Zeitgleich waren die Bücher zu Boden gefallen. Wow, das machte das Gefühl von Dreck nicht unbedingt besser.
„Genauso wenig habe ich dich verarscht. Aber wie soll ich sonst reagieren, wenn nicht über mich selbst belustigt? In Selbstmitleid versinkend? Tut mir leid, dass kann ich wirklich nicht. DEV ist mein Name, mit dem ich immer unterschreibe, weil ich Devlin heiße. Es ist also das einzige, was ich wirklich schreiben muss. Und weißt du noch was? Ich scheiß drauf, ob es dich anpisst, weil ich es mir auf den Arm gekritzelt habe, oder nicht. Es ist das Einzige, was man mir Zuhause beigebracht hat, weil es wichtig war.“ Also; vielleicht sollte sie nicht nur darüber urteilen, was sie in den 'letzten paar Monaten' seinetwegen durchleben musste. Dachte sie etwa wirklich er hatte das absichtlich getan? Niemals würde er jemandem nur ansatzweise aufzwingen wollen sich mit den gleichen zermürbenden Fragen und Gefühlen auseinanderzusetzen wie er es tat.
Er drehte sich leicht, überlegte kurz und schüttelte dann den Kopf. „Sobald die Maschine-“ Seine Stimme wurde leiser, weil er dem Geräusche der Waschmaschine folgte: „-durch ist, hau ich ab.“ Wäre nicht das erste Mal, dass er nasse Klamotten bei sich trug, wobei er hoffentlich dieses Mal den Luxus haben würde sie nicht am Körper tragen zu müssen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thunder only happens when it's raining.
BeitragVerfasst: 7. Jun 2014 00:29 
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Er konnte nicht nachvollziehen, welches Leben Rhia vorher geführt hatte.
Sie war wie ein Mensch erzogen worden. Sicher hatte ihre Mutter viel mit Naturkram gemacht, aber die Blonde war fernmagisch erzogen geworden. Es war mehr ein dummer Zufall oder eher eben die vorstehende Prüfung ob sie schwarz oder weiß wurde in nicht mal drei Monaten. Wie sollte er da auch wissen, wie erschreckend es für sie war, plötzlich mit Magie ud ihren Wesen konfrontiert zu werden. Erwartungen und der Ansage, das man quasi tot war, wenn die falsche Seite in einem stärker war...
Zu all dem kamen eben immer wiederkehrende Träume des gleichen Mannes, neben scheinbaren Vorahnungen und einherkehrenden Emotionen. Wenn es für ihn so schlimm war, woher sollte eine quasi "Fain" das alles nachvollziehen und verstehen können? Wie damit umgehen?
Das was alles lief war wenn man es spöttisch betrachten wollte beinahe sowas wie eine zweite Pubertät von der Rhia nicht wusste, was geschah mit ihr, ihrem Körper und ihrem Leben. Nur das es diesmal bittere Konsequenzen hatte... den Tod, wenn es mies lief ging. Und als wäre das nicht schlimm genug, gab es da ja noch das "normale" Leben das gelebt werden wollte und dann tauchte er auf und wollte einfach mal so Hilfe und platzte in dieses Chaos.
Es war nur natürlich, dass irgendwann der Selbsterhaltungstrieb der jungen Frau einsetzte und versuchte sie zu beschützen. Anderer an ihrer Stelle wären vermutlich längst in der Klapse gelandet.

Rhias ganzes Wesen machte Aufgrund von Informationsflut, Gedanken und Gefühlen einfach grad dicht. Damit sie nicht völlig irre wurde und Amok lief. So nahm sie auch keine richtige Notiz davon wie Dev ihr irgendwas von Selbstmitleid um die Ohren warf und bockig reagierte, dass er drauf scheißen würde, was sie dabei empfand oder nicht und das er wies aussah sich gleich verziehen würde. All diese Worte drangen durchaus an Rhias Ohren, sie nahm sie wahr, aber sie kamen nicht wirklich bei ihr an. Sie lag reglos auf dem Bauch unter ihrer Decke und starrte still die Wand an. Sie rührte sich nicht. Sie hoffte einfach grad nur das es einer dieser Träume war aus denen sie bald aufwachte und dann würde ein ganz normaler Tag beginnen mit Uni und Arbeit. Ein Taum der verblassen würde und mit ihm alles, was sie nicht verstand. Was sie verwirrte und auch die Gefühle, die sie ängstigten. Wenn sie ehrlich war, sie fühlte sich schon seit einiger Zeit nicht mehr wie die Rhia, die sie mal gewesen war.
Sie fühlte sich generell wie jemand der keine Identität hatte und dennoch tat sie alles um genau das aufrecht zu erhalten.
Sollte er gehen, wenn er meinte. Er würde schon zurecht kommen, der große Held. Er hatte alles was er brauchte. Er musste es nur anwenden.

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