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 Betreff des Beitrags: come back home and it don't feel the same
BeitragVerfasst: 9. Jun 2014 20:40 
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31 - 05 - 2014 - afternoon barbecue

Hach wie schön das Leben doch war, wenn man jemanden kannte, der verständnisvoll und nett war. Devlin hatte die wirklich nette Frau auf der Straße entdeckt. Sie waren sich entgegen gelaufen und er hatte ihr starkes Flimmern in den Augen gesehen. Es hatte ihn an seine Großmutter erinnert. Eine herzensgute Frau im mittleren Alter. Vielleicht fünfzehn Jahre älter, aber auch nur deswegen, weil sie nicht wie eine verrückt gewordene durch die Straßen lief wie der Rest der Bevölkerung. Sie hatte die Ruhe weg und hatte es ebenso wenig eilig. Devlin war stehen geblieben als er in die Augen sehen konnte. Er hatte sofort kehrt um gemacht und hatte sie an der Ampel einen Moment lang beobachtet. Eine weiße Hexe, eindeutig. Durch und durch, würde er behaupten. Aber doch etwas anders als die, die er bisher kannte. Eigentlich hätte er ahnen können warum er von ihr angezogen wurde. Er kannte dieses Gefühl, aber es war ihm dennoch unheimlich genug, sodass er es ignorierte.

Sie hatte gewusst, dass Devlin seinen Weg zu ihr finden würde. Früher oder später, denn obwohl sie nicht unbedingt die Zukunft kannte so hatte sie früher wohl ganz gut die Karten legen können. Für ihre beste Freunde. Dort war schon klar gewesen, wenn sie ein Mal nicht mehr waren, würden sie sich wiedersehen. Die Karte der Wiederkehr. Damit waren doch immer die Kinder gemeint und tada; dieses Kind hatte den Weg gefunden. Zurück zu der besten Freundin seiner Mutter, bevor diese Selbstmord begangen hatte. Ein Thema, dass Devlin gerne ausließ und Frau Lancaster ebenso vermied. Sie hatte sich ganz gut um ihn gekümmert als sie ihn vor zwei Tagen mit nach Hause genommen hatte. Er hatte lachen müssen und ihr erzählt, dass ihn irgendwie die letzte Frau mit nach Hause genommen hatte, aber ihn keine zwei Stunden später loswerden wollte, nur weil er nicht schreiben konnte. Mann kam eben erst ins Gespräch, wenn einem etwas zu Essen angeboten bekam. Also hatte er der Frau gleich auch gezeigt warum er heraus geschmissen wurde: Denn die Farbe war vom Arm noch nicht ganz verschwunden. Hatte er in dem Moment etwa ein ziemlich schnell aufkommendes Schmunzeln bei der älteren Frau gesehen?

Heute war seine Kleidung anders als die von vor ein paar Tagen. Er sah nicht mehr aus wie einer von den Chippendales mit der zu langen Jacke und den kurzen Shirts. Von der Hose ganz zu schweigen. Kaum zu glauben, aber er war mit der Frau einkaufen gewesen. Eine vollkommen neue Erfahrung als beim letzten Einzelgang. Heute wurden Sachen ausgesucht, in den er sich bequemer fühlte und nicht mehr so komplett heraus geputzt aussah. Er wirkte wie der nette Nachbar von nebenan. Naja, wenn man das böse Blut übersah, dass in seinen Adern floss – und wenn übersah, dass man das mit dem Chippendale doch nicht ablegen konnte.

Jetzt hieß es am Grill zu stehen und das Essen zu machen. Er schaute auf die Uhr, die sie und er gekauft hatten. Wann wollte die kleine Tochter kommen? Um 15 Uhr oder so? Hoffentlich verspätete sie sich nicht. Ja, das mit der Uhr bekam er hin. Zahlen fielen ihm einfacher, obwohl das mit den Minuten noch nicht ganz einfach war, weswegen er eine Analoguhr, sprich eine Armbanduhr mit Ziffernblatt bevorzugte. Ihm war der Stress der letzten Tage gar nicht mehr anzusehen und er war gespannt auf die kleine Tochter. Aus den Erzählungen von Frau Lancaster konnte die Kleine ja erst höchstens fünfzehn oder so sein. Würde schon schiefgehen, aber eigentlich mochte er Kinder. Er dachte zum Beispiel in letzter Zeit auch öfter an Aaron, seinen kleinen Halbbruder und ob es ihm dementsprechend gut ging. Dass die gemeinsame Großmutter bereits tot war – nun, das wusste Frau Lancaster, aber nicht Devlin. Hmmm, obwohl er es sich denken konnte. Niemand aus seiner Familie wurde sehr alt.
„Essen ist gleich fertig.“

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 Betreff des Beitrags: Re: come back home and it don't feel the same
BeitragVerfasst: 10. Jun 2014 07:12 
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Zwei Tage waren vergangen seit Dev aufgetaucht und wieder verschwunden war. Rhia hatte irgendwann nur leise die Tür klappen gehört und dann war es still geworden, gespenstisch still. Einen Moment hatte sie ihn aus einem unerfindlichen Grund zurückholen wollen. Ein Reflex der ihn bitten sollte doch zu bleiben, dass es ihr leid tat. Aber das war nie geschehen. Denn die Vernunft in ihr hatte diesen kleinen leisen Keim erstickt, damit das es besser war, wenn er ging und damit das sie auch ohne ihn schon genug Probleme hatte.
Und wie sie das hatte. Ihre Mutter, diese Hexenprüfung mit Option Tod als Hauptgewinn. Da brauchte sie nicht noch einen "Nicht lebensfähigen" Mann. Was hieß nicht lebensfähig, in der menschlichen Welt nicht. Und in der hexischen? Vermutlich auch nicht.
So war die Blonde übers Grübeln in jener Nacht eingeschlafen. Träume kehrten wieder. Aber es waren keine schönen Träume.
Rhia hatte die Woche die letzten Prüfungen hinter sich gebracht. Die Semesterferien waren nicht mehr weit, zwei Wochen und die hatte sie sich krank schreiben lassen. Sie musste weg, raus, raus aus London, weg vom Café. Weg von der Möglichkeit, dass er nochmal auftauchte. Es war eine Flucht, eine Flucht vor... sich selbst? VIelleicht...

Sie hatte also mit ihrem kleinen Ford die Strecke von London in die City of Lancaster hinter sich gebracht, die in der Grafschaft Lancashire lag: Was die wenigsten Menschen wussten. Ihrer Familie gehörte diese Gegend quasi. Seit Jahrhunderten. Die Burg war nur an die Stadt vermietet worden, da ihre Mutter es vorzog außerhalb am Strand zu leben und kein Aufsehen zu erregen. Dunkel konnte sich Rhia noch erinnern, dass ihr Vater mit ihr oft an der Burg war. Die Stadt Lancaster war bekannt für die bestdokumentiertesten Hexenprozesse Englands. Ein Freispruch. Ihre Familie lebte seit Jahrhunderten hier eine der stärksten Hexenfamilien Englands. Es war die Blutlinie ihrer Mutter. Ihr Vater hatte nur eingeheiratet, kam ebenfalls aus der Stadt eine andere sehr mächtige Hexenfamilie. So war es kaum verwunderlich, wie Bas ihr gesagt hatte, das sie magisch war. Umso wütender hatte es Rhia gemacht, dass ihre Mutter es ihr verheimlicht hatte und sie hatte ihre Fähigkeiten unterdrückt. Mit einem Zauber. Ihr Vater war von einem Gestaltwandler getötet worden. Danach war alle Magie quasi aus Rhias Leben verschwunden. Sie war sechs gewesen. Und ihre Mutter? Hexe sein konnte man nicht abstellen, aber sie hatte es vertuscht. Und sie hätte es weitergetan, wenn Rhias Weihe nicht bevorstehen würde. Diese Sache hatte einen Keil zwischen Mutter und Tochter getrieben. Und Rhia war Hals über Kopf von der Uni in Lancaster nach London gewechselt. Sie hatte quasi bei Nacht und Nebel das Haus verlassen. Aber ihre Mutter war eine erfahrene Hexe und so standen kurz darauf Bas und Jamie vo der Tür. Rhia hatte sich das nicht gefallen lassen wollen, aber es war nicht zu ändern.
Jetzt war sie nach fast einem halben Jahr zum ersten Mal wieder Zuhause. Das letzte Mal war schon in einem Desaster geendet. Genauso wie die meisten Telefonate, da ihre Mutter es immer noch nicht lassen konnte.

Rhia schob mit dem Fuß die Tür zu, ließ ihre Reisetasche fallen und nahm die Post zwischen den Lippen hervor, legte sie zusammen mit den Schlüsseln auf das Schränkchen im Eingangsbereich: "MUm? Ich bin Zuhause!" rief sie und schlüpfte aus der Jeansjacke. aus der naheliegenden Küche hörte sie kraspeln. Dann einen Aufschrei: "Meine Tochter ist wieder Zuhause!" im nächsten Moment schoss die Dunkelhaarige Frau auf Rhia zu und umarmte die Blonde. Die Studentin erwiderte die Umarmung, auch wenn ihr die Fürsorge bereits jetzt schon wieder zuviel war. Ihre Mutter war da einfadh etwas Gluckenhaft.
"Lass dch ansehen." Morgane nahm den Kopf ihrer Tochter in beide Hände. "Mum, lass gut sein." Vorsichtig entzog sich Rhia dem Griff, spürte aber den durchdringenden Blick der hellen grüngrauen Augen auf sich. Jene Augen, die sie selber auch besaß, auch wenn sie sonst mehr wie ihr Vater war. Helle Haut, die nur leicht braun wurde, weißblonde Haare, sehr schlanke Statur.
"Jetzt tu nicht so." schnalzte ihre Mutter mit der Zunge. "Ich bin kein kleines Kind mehr. Merk es dir."
Morgane sah sie immer noch an. "Du gefälltst mir nicht. Du siehst traurig und wütend aus und es ist nicht die Wut mit der du dieses Haus verlassen hast." stellte sie fest und hatte eine wage Vermutung. Auch wenn ihr Kind aus dem Haus war. Eine Mutter wachte, insbesondere wenn die Karten so merkwürdige Dinge sagten. Der Hohepriester war in ihrem Deck gefallen. Er stand für den Seelengefährten. Und dieser Seelengefährte brachte Ärger mit, aber auch die große Liebe.
Immer wieder hatte Morgane die Karten gelegt, aber sie hatte nichts deutlicheres herausbekommen und dann war Devlin aufgetaucht, der sie auf eine andere Weise gebraucht und gefordert hatte. Sie hatte da noch eine Rechnung zu begleichen für SIE. Das wa sie ihr schuldig.

Rhia schob die Hand ihrer Mutter weg: "Wenn du nicht willst, dass ich gleich wieder fahre, dann solltest Du das Thema meiden." warnte sie nur. "Ist ja gut. Willst du nicht erstmal deine Tasche in dein Zimmer bringen, dich umziehen und dann zum Essen kommen. Wir haben besuch. ich möchte dir jemanden vorstellen..." Rhia hätte am Liebsten die Augen gerollt. So war ihre Mutter, schon als sie klein war, war dieses Haus eine Auffangstation und mehr ein Taubenschlag als alles Andere gewesen. Im Prinzip störte es Rhia nicht, daher kam vielleicht auch ihre eigene Hilfsbereitschaft, allerdings hatte sie heute das Gefühl, dass sie dabei auf der Strecke blieb. Sie war nach Hause gekommen um abschalten zu können und nicht um irgendwem Rede und Antwort zu stehen. "Ja, ist gut." sie schulterte die Tasche und ging nach oben.

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 Betreff des Beitrags: Re: come back home and it don't feel the same
BeitragVerfasst: 10. Jun 2014 18:12 
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Die Stadt Lancaster? Nein, es hieß ja City of Lancaster? Irgendwie sowas. Die Stadt hatte mehr oder weniger auf dem Weg gelegen. Devlin war per Anhalter gefahren. War gar nicht so schlimm wie man immer dachte. Er hatte sich an den Spritkosten beteilt. Oder sie sogar übernommen – er hatte keine Ahnung wie viel solche eine Fahrt kostete und der nette Kerl, der ihn mitgenommen hatte, hatte ihn hier heraus gelassen. Der Mann fuhr nämlich öfters nach London. Weshalb er aber pendelte wollte er Devlin dann nicht von sich aus erzählen und Devlin war jemand, der selten etwas erfragte. Entweder man kam von sich aus oder man wollte nicht reden. Dass er nicht immer diese Einstellung hatte, aber sie gerne befolgte um sich unnötigen Stress zu ersparen konnte man sich denken. Genau genommen wollte er überhaupt gar keinen Stress mehr. Der Stress der letzten Tage war genug gewesen. Und der Zettel, auf dem säuberlich das Gleiche stand wie auf dem anderen hatte ihm kein Stück geholfen. Er wusste selbst nicht, warum sich jemand die Mühe machte. Vielleicht hatte sie es auf einem Durchschlag kopiert um ihn zu verraten? Er konnte es nicht sagen und auf seinen paranoiden Schädel war eh selten verlass.

Frau Lancaster selbst war, was die Vergangenheit nicht unbedingt offenherzig, aber das musste sie auch nicht. Sie erzählte das, was Devlin wissen sollte. Dachte er zumindest, denn dass sie noch viel mehr Ahnung von seinem Leben hatte und es nicht zugeben wollte konnte er sich nicht denken. Dafür wirkte sie einfach viel zu nett und liebenswürdig. Außerdem hätte er ihr kaum Schlechtigkeiten unterstellen können, denn wer wusste schon, ob das nicht die nächste Frau war, die ihn dann vor die Tür setzte? Kam in letzter Zeit nämlich öfters vor. Dabei gehörte das nicht zu irgendwelchen magischen Gaben, sondern schien eine von Natur aus gegebene Gabe zu sein. Haha.

Devlin sah Frau Lancaster nur noch durch die Küche flitzen während er beim Fleisch und Gemüse blieb, dass auf dem großen Grill vor sich hin brutzelte. Es hatte sich recht schnell eingebürgert, dass er sich um so etwas kümmerte. Auch das mit dem Klamottenwaschen und aufhängen hatte er schnell heraus bekommen. Dass er hier eigentlich das Männchen für alles war, kam ihm gar nicht in den Sinn, aber mal ehrlich. Wenn die nette Frau einen so bat, dass man nicht nein sagen konnte... was sollte Mann machen? Außerdem wollte er sich irgendwie erkenntlich zeigen und wenn er sich das Haus ansah war das 'bisschen' Geld, was er in der Jackentasche hatte definitiv ein Witz. Also probierte er eben anders seine Dankbarkeit zu zeigen.
Er ließ den beiden Damen Zeit und wartete, allerdings schien das wohl ein ernsteres Gespräch zu werden. Komisch. Aber er machte sich keinen Kopf darüber, sondern dachte gerade nur an das Fleisch, welches er nacheinander zur Seite packte, weil es durch war, aber noch warm bleiben sollte. Irgendwann hielt er es aber nicht aus und machte sich auf die Suche nach den beiden. Die eine, die er kannte und bei der er schlief, stand da und von oben hörte man Schritte. Und dann eine Tür, die aufging. „Hmmm. Hat sie etwa keinen Hunger? Ich kenn da jemanden, der schon hungrig ist...“, wollte er mal leise und ganz nebenbei anmerken. Dass die Frauenwelt meistens mit einen Schlag auf Essen verzichten konnte hielt er nur für eine Legende. „Kommt sie denn noch essen, oder will sie nicht mehr? Nicht, dass das Essen noch kalt wird und dann nur noch halb so gut schmeckt.“ Wenn er wirklich hungrig war – und bei Gott das war er – dann drehte sich alles nur noch um das. Er konnte nicht anders – aber kein Wunder, wenn man bedachte, dass man den Typen gerne im Gefängnis vom Rat der weißen Hexen auf Diät gesetzt hatte. „Soll ich mal? Die meisten Frauen scheinen ja direkt auf mein Gesicht anzuspringen, wenn ich ganz lieb gucke.“, scherzte er. Eigentlich mehr halbherzig, weil er das Ganze ein bisschen beschleunigen wollte.

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 Betreff des Beitrags: Re: come back home and it don't feel the same
BeitragVerfasst: 10. Jun 2014 19:53 
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"Lass nur Dev. Du kannst gerne schon anfangen, ich komme auch gleich raus. Ich hole eben nur den Salat aus der Küche. Meine Tochter macht sich zudem nur etwas frisch. Sie kommt meistens nach." lächelte Morgane sanft und schob den jungen Mann wieder in die andere Richtung. Sie hatte einige Eigenheiten schon herausgefunden und das war fü sie okay. Zumal Rhia tatsächlich meistens nachkam.
Hier galten sehr lockere Regeln und die Hexe wollte die Chance nutzen und eine Tageskarte ziehen. Wieso... ein wages Bauchgefühl.

Rhia hatte ihre Tasche in ihr Schlafzimmer gestellt ud war dann schnell unter die Dusche im angrenzenden Bad gehüpft. Die knappen fünf Stunden Autofahrt hatten sie ganz schön geschlaucht und sie fühlte sie klebrig. Ein paar Minuten später schlüpfte sie in saubere Sachen und machte sie in Ruhe fertig. Rhia hatte es nicht eilig Ihre Mutter würde den Besuch schon bespaßen und das Essen lief nicht weg. Grade beim Grill nicht. Sie hatte es nicht eilig zu ihrer Mutter zu kommen. Sie vermutete einer der Zirkelleiter wäre da und es würde wieder um die Prüfung und ihr können gehen, wie so oft in der Zeit bevor sie abgehauen war.

Nach einer gefühlten Ewigkeit machte sich die Blonde, Barfuss, in Jeansshorts und einem weißen Top, mit halbnassen Haaren auf den Weg nach unten. Bevor sie aber die Terrasse ansteuerte. schaute sie noch in der Küche vorbei um sich noch eine Flasche des Holunderwassers ihrer Mutter zu holen. Normalerweise hatte ihre Mutter immer was. Und sie behielt Recht Eine eiskalte Flasche stand da, so wie immer.
Einen kurzen Moment stellte sich das Gefühl von Zuhause ein als Rhia nach der Flasche hangelte, sich noch ein Glas aus dem Schrank nahm und dann Richtung Terrasse ging. Schon von weitem hörte sie ihre Mutter lachen. Eine zweite Stimme. Aber erst als die Person am Grill sich umdrehte, wurde Rhia bewusst. Das gar nichts mehr Zuhause war. Die Flasche zersprang scheppern am Boden, ebenso wie ihr Glas. Die Flüssigkeit lief über den Boden. "DU?! HIER?!" ihre Stimme klang wütend und in diesem Moment zog der Himmel zu. Wolken, Wind kam auf. Morgane war schrocken zusammen gezuckt und starrte auf ihre Tochter, die dort stand wie die Kriegsgöttin, deren Namen sie trug, persönlich. (Sie ließ mal außen vor das diese Göttin mehrere Bedeutungen besaß)
Rhias helle Haare flatterten im aufkommenden Wind und ein leichter heller Schimmer, schien wie ein Funkeln um ihre Haut zu liegen, allerdings nur wahrnehmbar. Einen Moment lang fühlte sich Morgane an ihren Mann erinnert, er hatte genauso ausgesehen und mit ihm war dann nicht zu spaßen. Das Temperament hatte ihre Tochter von ihm. Schon immer gehabt. "Kind, beruhig dich." sagte sie sanft. "HAlt dich daraus MUTTER!" fuhr die Hexe sie nun unbeherrscht an, ließ Dev aber nicht aus den Augen. "Was daran, dass du aus meinem Leben verschwinden sollst, hast du nicht verstanden, Devlin?" dann mit einem Mal ebbte der Wind ab, der Himmel klarte auf.
"Ich bin am Strand, wenn ich zurück bin, bist du verschwunden. Andernfalls... wirst du es bereuen." Rhia drehte sich auf dem Absatz um. Das war der Moment wo Morgane aufsprang und ihrer Tochter durch das Haus nacheilte: "Rhia!" Keine Reaktion. "Rhiannon Laetizia Lancaster!" donnerte Sekundenbruchteile darauf die Stimme der Hausherrin durch das Haus. Nichts war mehr von der Sanftmut zu hören.
"Du gehst jetzt daraus und entschuldigst dich bei unserem Gast für dein Benehmen. SOFORT!" Die Blonde war stehen geblieben, drehte sich jetzt langsam um. "Einen Teufel werd ich tun, er ist nen verdammter Stalker mit vielen Problemen am Hals. Achja und er ist schwarzmagisch. Aber schön, dass du jetzt ein neues Haustierchen hast mit dem du Spielen kannst. Dann kann ich ja gehen!" sie riss die Tür auf, die lautscheppernd wenig später ins Schloss fiel.


Morgane seufzte, wandte sich um. Das roch nicht nu nach Ärger. Es stank. Mit einer Handbewegung ließ sie die Scherben von Flasche und Glas verschwinden, ließ sich auf der Terrasse wieder nieder. "Na das war ja mal ne Bombenparty..." murmelte und seufzte. Sah Dev an: "Du hättest mich vorwarnen können, dass du so einen bleibenden Eindruck hinterlassen hast. Jetzt war guter Rat teuer.

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 Betreff des Beitrags: Re: come back home and it don't feel the same
BeitragVerfasst: 10. Jun 2014 20:58 
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Ihre Tochter machte sich nur frisch und kam meistens nach. Das klang so als ob sie einen Scheiß darauf geben würde gemeinsam mit ihrer Mutter zu essen. Devlin bedachte die ältere Frau als mit einem kurzen und zögernden Blick ehe er nickte und nachgab. Wie gerne er eine glückliche Familie gesehen hätte, aber vielleicht dann ein andern Mal.
Ganz artig war er wieder nach draußen gegangen, hatte sich gesetzt und gewartet bis zumindest Frau Lancaster da war. Er wusste nicht warum, aber es gehörte sich für ihn die Frau auch Frau Lancaster anzusprechen. Zeigte so etwas wie Respekt. Dann nahm auch die Frau Platz und die beiden unterhielten sich. Über belangloses Zeug und ab und zu ließ er das Wort Granny und Mutter fallen. Er sprach gerne mit jemandem darüber und erwähnte es auch: „Im Knast ging das nicht so leicht sich jemandem anzuvertrauen. Die meisten waren Kerle und sowieso schon kaputt. Außerdem hat man die nicht länger als zwei Tage gesehen.“ Danach wurden sie umgebracht. Das war eben der Lauf der Dinge beim Rat der weißen Hexen. Nur komisch, dass das noch nie nach außen gedrungen war, aber solche Leute waren eben schlau und wussten es zu verhindern, dass solche Informationen nach draußen gelangten.
Kurz stand er auf und besorgte noch etwas von dem Fleisch für den neuen Gast, weil er Bewegungen wahrgenommen hatte. Devlin wollte schließlich freundlich sein und den besten Eindruck hinterlassen. Schade, dass er ein paar Tage zu spät kam. Da war aber jemand gereizt. Auch wenn sie ganz hübsch aussah. Dennoch erschrak er. Wie viele Fains und Hexen gab es mittlerweile? Acht Milliarden? Die Wahrscheinlichkeit, dass diese eine Frau, der er begegnet war mit der Frau verwandt war, bei welcher auf der Couch schlief war so gering... Aber von wegen. Sein wohl väterlich erzeugtes Karma holte ihn prompt ein und Rhia schien kein Stück begeistert zu sein. Er wusste nicht, was er erwidern sollte. Er stand einfach nur da und glotzte mit großen Augen. Er war baff. Er hatte Schiss bei der Frau und das musste man sich von einem sagen lassen, der mit Schwerverbrechnern zu tun hatte. Dass sie nicht begeistert war... ja woran merkte er es? Am zornigen Ausdruck oder war es das aufkommende Gewitter? Dabei machte die Frau gar nichts als ihre Mutter anzufahren, was Devlin in Anbetracht seiner Vergangenheit kein Stück verstand. Wieso sprang man so mit den Eltern um? Die erwachsene Frau hatte ihrer Tochter nichts getan. Sie wollte nur das Beste. Wenigstens konnte Devlin einen wirklichen Blick auf den Hexen-Anteil dieser Frau erhaschen. Wobei ihm der Anblick kein Stück gefiel. Nicht ein Mal ansatzweise war der Anblick von den funkelnden Augen bezaubernd.
Aber ganz ehrlich. Er ließ sich nicht anmeckern und für etwas schuldig machen. Er war es nicht, der es auf sie abgesehen hatte. Bei IHR knallte immer irgendeine Sicherung durch. „Das habe ich.“, sagte er ruhig. So wie er es gelernt hatte schluckte er seine eigene aufkommende Wut hinunter – zumal sie ihm eh nichts anhaben konnte. Sein Karma war schlecht und es gab einen Grund warum die schwarzen Hexen der Familie Badley bis zu einem bestimmten IMMER überlebten. Pfff, von der musste er sich nicht anblöken lassen. Ja, schön. Sollte sie halt gehen. Ihm war gerade eh lieber danach ihr ins Essen zu spucken, aber... Nein. Du bist ein netter Kerl und nicht wie der Rest.. redete er sich ein. Dabei fiel es in ihrer Gegenwart schwer sich zurückzuhalten. Hatte er ihr doch wirklich nichts getan!

Er mochte zwar ein wenig dümmlich und zurückgeblieben auf sie wirken, aber das bedeutete nicht, dass er taub war. Wie bitte? Stalker?! Das war doch nicht ihr ernst? Er war zuerst hier gewesen, aber er wollte nicht kleinlich sein. Dennoch war er allmählich angefressen. Zum Glück kam Frau Lancaster wieder zurück. „Ist es Ihnen auch aufgefallen, dass sie nicht begeistert war?“, fragte er ironisch und setzte sich mit dem vollen Teller an den Tisch. Schob ihn von sich weg und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich habe keine Ahnung was ich ihr getan habe. Da war ein komischer Typ in dem Café.“ Frau Lancaster durfte sich jetzt auf eine längere Erklärung einstellen, denn Devlin fand, dass es das beste war ihr die Geschichte einfach zu schildern. Außerdem redete er eh viel zu selten. Wenn er ein Mal in der Lage war den Mund aufzumachen sollte man ihn reden lassen: „Ich habe sie gewarnt, dass sie vielleicht gehen sollte, weil es ein wenig ungemütlich werden könnte. Sie hat sich total erschrocken und mich dann hinten raus gelassen. Eigentlich wollte ich dann nur noch wissen wie man etwas schreibt und bin nochmal aufgetaucht. Dann hat sie mich zu sich nach Hause geholt und irgendwie ist es eskaliert.“ Er zeigte seinen Arm, weil er die Geschichte vorhin schon erzählt hatte. „Und dann bin ich halt lieber gegangen. Sie hat sich vorher richtig doll aufgeregt über irgendetwas, dass ich ihr angetan habe von dem ich nichts weiß. Ich kenne sie irgendwoher, aber ich weiß nicht warum. Sie scheint ein wenig mehr zu wissen, aber sobald ich ihr vor die Bildfläche laufe tickt sie völlig aus.“ Er entschuldigte sich kurz für den Ausdruck, aber es war die Wahrheit. „Ich habe ihr wirklich NICHTS getan.“ Zumindest hatte er das nicht bewusst. Er konnte ja nicht ahnen, dass es da zig Erinnerungen an die Frau gab, die aber mittels sehr moderner magischer Medikamente einfach unterdrückt wurden, denn es gab noch einige andere Erinnerungen, von denen er nichts wissen sollte. So zum Beispiel wusste er selbst auch nicht was die Tätowierungen bedeuten. Auf den Knöcheln hatte er welche und am Rest des Körpers waren die gleichen ein paar Nummern größer zu finden.
Unbeholfen zuckte er mit den Schultern und starrte die Frau an: „Soll ich wieder gehen?“ Oder sollte er besser nicht klein beigeben? Er wüsste nicht wohin, aber das hatte Rhia selbst genauso wenig gestört. Vermutlich war die Mutter vom gleichen Schlag und – nun ja – er würde es mehr als verstehen. Sie war schließlich ihre Tochter und er nur ein Unbekannter.

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 Betreff des Beitrags: Re: come back home and it don't feel the same
BeitragVerfasst: 11. Jun 2014 04:49 
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Morgane runzelte die Stirn als Devlin begann zu erzählen. So langsam machte das SInn. Das was der Junge sagte und der Umstand wie Rhia ausgesehen hatte als sie ankam und wie sie geklungen hatte als sie angerufen hatte und fragte, ob es in Ordnung wäre nach Hause zu kommen. Zudem vervollständigte es den täglichen Bericht von Jamie und Sebastian, die jeden Tag Bericht über den Zustand ihrer Tochter abgeliefert hatten. Die Brünette legte die Finger an die Schläfe, massierte sie leicht.
Sie glaubte nicht, dass Rhia log, Devlin bestätigte das ja. Allerdings machte Morgane eine Aussage stutzig: Er kannte sie... also Rhia.
Und das war SCHLICHT UNMÖGLICH. Rhia war bis zu ihrem Studium auf die hiesige Mädchenschule gegangen und Morgane kannte alle Freunde ihrer Tochter inklusive ihrer Dates. Devlin war niemals dabei gewesen. Es blieb also nur eine Sache. Sie riss kurz die Augen auf und sah den jungen Mann an: "Nein, du bleibst. Rhiannon wird sich schon wieder einbekommen." sagte sie schlicht und stand dann auf, verschwand und kam wenige Augenblicke wieder. Sie hatte einen VErdacht und wollte ihn bestätigt haben. "Übrigens habe ich dir doch gesagt du sollst Morgane sagen. Wie alle es tun." sagte sie sanft und schob einige Teller zur Seite.
Sie begann die Karten, die sie geholt hatte zu mischen. Sehr sorgfältig. Konzentrierte sich dabei auf Rhia und Dev. Als Hauptkarte fiel der König der Schwerter. Er stand für einen dunkelhaarigen Mann, mit braunen Augen. Sehr intelligent und logisch, auch sehr impulsiv.
Sie musterte Dev kurz. Das kam durch aus hin. Dann legte sie die nächste der insgesamt fünf Karten auf. Daneben viel die Hohepriesterin. Eine aufopferungsvolle und sehr emanzipierte Frau, im Fall einer Personenkarte stand sie genau wie der Hohepriester für den Seelenpartner.
Als nächste Karte fiel die Kraft. eine Karte die für Probleme ud deren Bewältigung stand. Es ging darum den Einklang zu finden zwischen Gewalt und Sanftheit. Man zähmte ein wildes Tier nicht mit Gewalt und dieses Tier schlummerte in jedem von ihnen. als nächstes fielen die Liebenden. Eine Karte die nicht nur für Paare an sich standen, sondern auch für Herzthemen und eine Entscheidungen bei ihnen, die konsequenzen haben könnten. Die letzte Karte lag noch immer da und Morganes Herz klopfte. Bisher waren alle Karten, bis auf den König der Schwerter, des großen Arkanas gefallen. Karten, die unumgänglich waren. An diesen Karten konnte man, anders als beim kleinen Arkana, nichts mehr verändern. Das kleine Arkana waren Wegweiser und noch beeinflussbar. Die großen nicht.
Morganes Hand zitterte als sie jene ausstreckte und die Karte langsam umdrehte.
In jenem Moment als dies geschah, stieß sie einen spitzen Schrei aus und ließ die Karte fallen, so als hätte sie sich dara verbannt.
Sie starrte die Karte an die dort lag.

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Das Rad des Schicksals als Ergebniskarte, war unumstößlich. Das Rad des Schicksals konnte sich in alle Richtungen drehen. Das es aber normal gefallen war und nicht umgekehrt (was die Bedeutung der Karten meist umgekehrte, oft verschlimmerte) zeigte, dass es etwas stand, das fest verankert war. Diese Konstellation hatte sie nun schon ein paar Mal gesehen. Eigentlich jedes Mal wenn sie für ihre Tochter gelegt hatte. Allerdings hatte sie damals das keltische Kreuz gelegt was noch mehr Karten beinhalteten und die fehlenden Karten sprachen von Problemen. Diese Katen waren ein Teil davon und sie fielen zusammn. Diesmal auch mit Dev.
Morgane seufzte, nahm alle Karten zusammen, mischte sie erneut, bevor sie jene an Devlin gab. "Zieh fünf Karten." bat sie dann.
Wenn er es wirklich war, müssten die identischen Karten fallen. Zumindest die Seelenkarte, seine Persoenkarte und die Radkarte.
Da ihr Fokus auf Rhia bei der Ziehung lag konnte es variieren. Wenn dem wirklich so wa. Mogane waren die Tattos an Dev in den vegangenen Tagen nicht entgangen. Sie kannte die Taktiken des Rates. Ihr Vater und ihr Bruder hatten darein gehört. Der neue Zirkelleiter Leviathan war besonders rabiat. Und eigentlich gehörte Morgane ebenfalls in den weißen Rat. Doch sie hielt sich nur an die Konferenzen und an die Ausbildungen. Aus allem anderen hatte sie sich rausgehalten, weil sie es verbascheute.
Joshua , ihr Mann war ein Grund gewesen und der Weggang ihrer besten Freundin, Devlins Mutter.
Wenn dieser Junge tatsächlich Rhias Seelengefährte war, dann steckten sie in Problemen. Immerhin stand Rhias Weihe bevor, die Entscheidung ob sie für immer verband wurde und wenn es schlecht lief, würde Devlins Vater sie auch noch töten.
Morgane wurde schlecht bei dem Gedanken. Genau davor hatte sie Rhia doch bewahren wollen.

Zitternd nahm sie ihr Wasserglas zur Hand. Wie sollte sie das Rhia und Devlin erklären? Rhia war ohnehin sauer aufgrund der geklauten Vergangenheit. Der Zauber, der ihre Kräfte unterdrückte und die Medikamente die Visionen lange unterbanden... und er... ihm war noch mehr genommen worden. Morgane hatte mal davon gelesen, dass man diese Tattoos zum verschwinden bringen konnte. Aber dafür musste Blut fließen und es war Schmerzhaft. Doch aus eigene Erfahung wusste sie, dass es schlimmer war als Seelenpartner den andeen nicht mehr fühlen zu können oder das derjenige nicht fühlte. Denn das machte diese Bindung aus, inklusive einiger anderer Nebeneffekte.
Das musste es sein was Rhia so wütend machte. Sie kannte ihn, sie musste ihn gesehen und gefühlt haben und als er da stand, abe nicht reagierte begann sie wütend zu werden und zu zweifeln, wie sie es gerne tat. Weil sie das alles nicht verstand....
Die Brünette seufzte: "Ganz großartig." murmelte sie.
"Dev ich weiß vermutlich woher du Rhia kennst... und nein, ihr seid euch noch nie begegnet. Zumindest nicht direkt." murmelte sie.
"Das Problem ist, MIR wird sie nicht glauben. Dafür sind ein paar Dinge entsetzlich schief gegangen..."

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BeitragVerfasst: 13. Jun 2014 16:09 
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Devlin hatte seelenruhig erzählt was vorgefallen war, aber je mehr Morgane – also Frau Lancaster – sich die Stirn massierte, desto mehr kam er ins Stotternd. Diese Frau verunsicherte sie ihn fast so sehr wie es ihre Tochter schon tat, obwohl er sich selten etwas anmerken ließ. Zum Schluss schlug er deshalb vor zu gehen, weil es vielleicht besser wäre. Dabei fiel ihm direkt ein Stein vom Herzen als Frau Lancaster sagte er solle bleiben. Gott sei Dank. Er wusste wirklich nicht wohin in dieser fremden Stadt und wenn er wieder anfangen würde reiche Leute auszurauben würde das sicherlich irgendwie bei der Frau mit dem großen Haus ankommen. Dennoch schaute er etwas irritiert als sie ganz große Augen machte. Wollte sie ihn gerade töten, weil er erwähnte, dass er sie irgendwoher kannte?
Devlin wurde kurz sitzen gelassen. Wartete artig auf die Frau und nickte dann ganz reumütig: „Hmmm, hmmm, Morgane.“ Es würde schwer fallen sich an den Namen zu gewöhnen. Und als sie die Karten heraus holte schob sich Devlin dichter in seinen Sitzplatz. Er mochte Karten nicht. Sie verrieten immer viel zu viel. Man machte sich immer sorgen. Er hatte das bei Großmutter gesehen kurz bevor sie ihn mitgenommen hatten und ihr die Vormundschaft für Devlin entzogen hatten. Allerdings erkannte Devlin keine der Karten wieder und in seiner Erinnerung sah er immer nur düstere Karten vor sich liegen. Diese Karten hier schienen nicht düster zu wirken. Bis auf diesen Mann mit seinem Schwert. Als Morgane aufschrie fühlte es sich an als hätte man seinen Kopf in eiskaltes Wasser getaucht. Er kannte das Gefühl und er schüttelte sich. „Was? Was?“, fragte er und sah die Karte an. Zu allen Seiten waren Tiere auf Wolken. Verschiedene Tiere, die sanft wirkten. Nur die Schlange verunsicherte ihn und mit ihr auch das rote Wesen. Wenn er es nicht besser wüsste, hätte er es einen Teufel genannt.
Diese Karte wurde definitiv in seinem Gedächtnis abgespeichert, selbst als Frau Lancaster alle wieder einsammelte. „Okay.“, meinte er, streckte die Hand aus und zog. Wieder war er verunsichert, weil ihr Blick auf seine Finger fiel. Die Tätowierungen. Sie waren nicht wie die, die man damals kannte. Der Rat hatte sich laut Angaben einiger Leute besonders 'Mühe' bei Devlin gegeben. Diese Tätowierungen waren menschlicher und magischer Natur. Sie bedienten die schwarze und die weiße Magie. Es war schmerzhaft gewesen und er war hellwach gewesen. Die Nadel hatte sich bis auf den Knochen gebohrt und selbst dort Gravuren hinterlassen. Devlin war neugierig gewesen und hatte die Tätowierungen bis zu einem bestimmten Grad abgekratzt. Man sah noch leicht die Narben. Aber genauso gut konnte man sehen, dass das entfernen indem man eine Hautschicht hinunter kratzte nichts half. Deswegen wollte er auch zu Mercury. Eine Hexe, die zwar schwarzer Herkunft war und nicht besonders talentiert, was ihre Fähigkeiten anging, war. Aber dafür war sie sehr gerissen und hatte sich einiges abgekupfert. Man sollte vielleicht erwähnen, dass Hexen in seiner Welt – zumindest die meisten – an ein normales Leben gebunden waren. Sicher, sie lebten vielleicht doppelt so lange, aber im Grunde fürchtete der Rat der weißen Hexe die schwarzen Hexen wegen vielerlei Dinge. Erstens, war es immer so, dass sie mit mächtigen Gaben zur Welt kamen, was bei den weißen Hexen wiederum sehr selten der Fall war. Zweitens, war ihr ganzer Organismus strapazierfähiger als der einer weißen Hexe. Sie waren widerstandsfähiger. Die Mitglieder von Devlins Familie beispielsweise waren sogar immun gegen Feuer. Nun, woran das wohl lag, wenn man sich die Hexenverfolgungen ansah? Drittens – und das fürchteten der Rat der weißen Hexen am meisten: Sie fühlten viel, viel intensiver. Schwarze Hexen waren dafür bekannt, dass sich Ehen oftmals zerstritten – zumindest verbreitete man das Gerücht. Worauf die Weißen eigentlich hinaus wollten war die impulsive Art und das binnen Sekunden ein Schalter umgelegt werden konnte, der eine schwarze Hexe zum Massenmörder werden lassen konnte. Es war also ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, welches die Weißen probierten zu löschen, indem sie die schwarzen Hexen erst einsperrten und dann die Verbannung aussprachen.

Mit einem ziemlich unguten Gefühl musterte Devlin die Frau und wusste nicht, was er tun sollte. Er hätte schwören können, dass diese starke und weise Haltung mit welcher sie ihm gegenüber getreten war keine Show gewesen war, sondern dass sie immer so war. Doch ihr Verhalten wirkte nun ganz anders. Verstört und nichtsahnend.
„Wie bitte?“, fragte er dann schließlich? „Ich wüsste es, wenn ich sie wirklich kenne. Aber ich bestreite, dass ich sie jemals gesehen habe. Weder in meiner Kindheit, noch in meinen letzten, restlichen Jahren. Glaub mir, Morgane, ich wüsste es wirklich.“ Er nickte vehement, denn wenn eines fest stand, dann dass er sich wirklich daran erinnern könnte. „Es ist nur ein Zufall. Ich verwechsel sie und... ich kann der erzählen was ich will.“ Er rollte leicht mit den Augen, weil er es nicht unterdrücken konnte. „Es gibt für sie keinen Grund auf mich zu hören. Sie hält mich für einen Verrückten, der sie verfolgt. Selbst, wenn wir ein mal außen vorlassen, dass ich vor ihr aus London verschwunden bin.“ Mensch, er hatte doch keinen blassen Schimmer, was sie ihm vermitteln wollte. Er kannte weder die Karten, noch hatte er eigentlich Zeit eine kleine, zerrüttete Familie wieder zusammen zu führen. Er würde sicherlich helfen, aber nicht jetzt. Er würde viel mehr helfen können, wenn sein Leben nicht davon abhing, dass er seinen Vater demnächst finden musste um zu überleben.

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 Betreff des Beitrags: Re: come back home and it don't feel the same
BeitragVerfasst: 14. Jun 2014 03:48 
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Morgane sah vieles zwischen weiß und schwarz etwas anders als die jeweilige Seite es für sich behauptete oder zu sein schien. Deshalb hielt sie sich aus den typischen Ratdingen raus so weit es ging und kümmerte sich lieber um in ihren Augen wichtigere Dinge als Machtkriege. Auch wusste niemand, welches zusätzliche Wissen die Hexe beherrschte. Sie galt zwar ohnehin als eine der stärksten weißen Hexen, aber was dort tatsächlich schlummerte wusste noch nicht einmal Leviathan und wenn er es wüsste, dann hätte sie ein Problem. Auch waren ihre Heilfähigkeiten die Bekanntesten bei den weißen Hexen, die Apotheke ein zentraler Anlaufpunkt. Morgane hatte sich ihr ganzes Leben sehr stark in erster Linie auf Heilmagie konzentriert in verschiedenen Bereichen: sei es durch Runen ud Symbole oder ähnliches. Sie war viel mit ausländischen Hexen und Heilern in Kontakt gewesen. Das war ihr Gebiet und sie selber würde wohl behaupten, dass ihre anderen Talente verkümmert waren dadurch. Doch das waren Spekulationen.
Sie hatte schon so manche Sache eines Hexers behandelt von dem andere zurückzuckten. Ihr würde schon etwas einfallen. Es gab für alles eine Lösung, man musste nur den richtigen Ansatz finden.
Morgane seufzte und beobachtete wie Devlin ein paar Karten zog und sie ihr verdeckt reichte.
Die Brünette nahm sie ihm ab und hörte zu, während er erzählte legte sie die Karten erneut und deckte sie auf. Zuerst fiel der Schwertkönig als Personenkarte. Sie stand also tatsächlich für Devlin und dann fiel... die Hohepriesterin. Die Seelengefährtin. Morgane seufzte. Es fiel das Rad des Schicksals. Die übrigen Karten sprachen erneut von Problemen. Wenn sie komplett sichr gehen wollte müsste Rhia später auch ziehen, obwohl die weiße Hexe keinerlei Zweifel hegte. Sie faltete die Hände und stütze den Kopf ab. Beobachtete kurz das offene Deck.
Sie wunderte sich das er diese Wahrsagetechnik nicht beherrschte, gut augenscheinlich hatte man ihm nur bestimmte Dinge beigebracht und andere verkannt.
Nochmals seufzte die Hausherrin.
"Du siehst es sind die selben Karten wie eben, bis auf einige Wenige. Das hier..." sie deutete mit dem lackieten Nagel ihres Zeigefingers auf den Schwertkönig.
"...das bist du. Der Schwertkönig steht für einen sehr klugen Mann, sehr temperamentvoll und manchmal auch sehr rational in seinen Entscheidungen. Dunkle Haare, dunkle Augen..." erklärte sie.
"Das hier..." ihre Finger fuhren zu der Karte der Hohepriesterin. "...ist ...die Karte der Seelengefährtin. Sie fällt nur dann, wenn das Schicksal es so will." sagte sie und beobachtete ihn. "...die Karte liegt oberhalb des Kopfes des Königs. Das bedeutet sie schwirrt dir die ganze Zeit im Kopf herum. Du wirst sie nicht mehr los und du willst es auch nicht. Du denkst die ganze Zeit an sie, weil du ihr zu gewandt bist. Das Gesicht des Königs ist ihr durchaus zugewandt und nicht mit dem Rücken, was abwenden bedeuten würde." erklärte sie und musterte Devlins Züge dabei sehr sorgfältig. "Die Hohepriesterin steht für eine sehr ausgeglichene fürsorgliche Frau, eine Frau mit viel Stärke und Mut, viel Gefühl und Intelligenz. Feinsinnig und dennoch sehr emanzipiert. Diese Frau kann sich im Leben behaupten. Sie kann aber auch weich und sensibel sein. Sie wird meist als blond beschrieben, mit blauen, grauen oder grünen Augen..." sie ließ den jungen Mann nicht zu Wort kommen und fuhr mit der Hand nach links, neben den König wo die Schicksalsradkarte lag. "ich sagte vorhin ja, wenn das Schicksal es will. Diese Karte zeigt genau das an. Ihr seid euch in der Vergangenheit schonmal begegnet. In der nahen und es ist kein Zufall, dass ihr euch begegnet seid. Ich weiß nur noch nicht genau warum...." Morganes Blick wanderte über die übrigen Karten. Der Turm lag in der nahen Zukunft.
"...die hier..." sie legte die Hand darauf. Sagt das es viel Unruhe geben wird in naher Zukunft, alte Muster gebrochen werden müssen. Aber Dinge liegen im Weg..." Die Stirnkrausend überlegte sie weiter. "Um deine Frage nch der Schicksalskarte genauer zu erklären... diese Karte kann Gut und Schlecht zugleich sein. Das hängt immer von den Umkarten ab. Die Tatsache, dass sie mit de Seelengefährtin gefallen ist würde ich als gut interpretieren. Denn es stehen bei dir extreme Umbrüche an. Vielleicht soll sie dir helfen."
Sie lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Schloss grüblerisch die Augen: "Das mit dem Wissen ist so eine Sache Devlin. Hast du ne Ahnung wofür deine Tattoos sind?" fragte sie dann so neutral wie möglich.
Wie würde er reagieren, wenn sie ihm sagte, dass diese Symbole seine Träume zu Rhia quasi löschten? Auch den empathischen Kontakt oder die Fähigkeit ihre Fähigkeiten mit seinen zu verschmelzen bzw. zu verstärken? Das man mit der Löschung eine Schwächung schaffte, da diese Seelen aneinander gekettet waren und wenn sie sich begegnet waren innerlich starben, wenn man sie auf diese Weise trennte. Wie sollte sie ihm klar machen, dass er Rhia vermutlich auf der Astralebene in Träumen begegnet war und sich nicht erinnerte? "Wieso immer ich?" murmelte Morgane und nahm sich ihr Wasserglas.

Rhia stapfte wütend am Strand entlang, ließ kleinere Wellen gegen eine Felsklippe knallen. Elementar und Wetterbeherrschung war etwas das sie mochte. Aber es stimmte sie nicht zufrieden. Sie war wütend und unzufrieden und sie konnte nicht sagen warum. Störte es sie, dass er ein Stalker war? Das er ihr augenscheinlich nachspionierte? Oder störte es sie, dass ihre Mutter einem Hexer alles erlaubte, ihr aber genommen hatte? Störte es sie das ihre Mutter ihn umtüdelte ohne Ende? Störte es sie, dass er sie so verschreckt angesehen hatte oder störte es sie das er sich nicht gefreu.... MOMENT MAL! Was dachte sie da eigentlich`?! Fakt war, Rhia war unzufrieden und sie wusste nicht warum. Sie hatte bei ihrer Mutter damals gesagt, sie hätte ihr ihre Vergangenheit geklaut, etwas das sie ausmachte. Jetzt allerdings fühlte es sich anders an. Jedes Mal wenn sie Dev ins Gesicht sah überkam sie das Gefühl man hatte ihr etwas genommen, etwas das sie war. Etwas das in ihr ruhte und was sie dringend brauchte, etwas das sie wollte und sie verstand es nicht. Wenn sie ihm in die Augen sah, dann schimmerte irgendwo ganz tief in diesem Dunkel etwas, das auf sie zu warten schien. Aber es war sofort wieder weg bevor sie es greifen konnte und wenn sie an die Träume dachte, dann war es auch anders. Auch da hatte sie sich immer vollständig gefühlt und gebraucht, gewollt. Wenn sie den Dev hier ansah, sah sie etwas anderes und es fühlte sich an als würde etwas fehlen, was sie nicht benennen konnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: come back home and it don't feel the same
BeitragVerfasst: 18. Jun 2014 20:18 
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Vermutlich war Morgane das weiße Gegenstück zu der Hexe Mercury. Mercury nämlich war eine schwarze Hexe ohne besondere Zauberkraft. Eine der seltenen, die eben nicht besonders talentiert war. Allerdings hatte diese Frau eine Art Geschäft eröffnet und lockte damit viele magische Wesen an. Ob nun schwarze oder weiße Hexen. Im Grunde kam jeder zu ihr, der Probleme mit dem Rat weißen Hexen hatte. Allerdings hatte sie einen sehr teuren Preis, denn diese Hexe war extrem wissbegierig. Ihre eigentliche Gabe kannte niemand, aber sie hatte sich sehr viel Wissen angeeignet und genau das machte sie gefährlich. Mal ganz davon abgesehen, was für ein Arsenal sie an magischen Dingen besaß. Morgane hingegen war ihr natürlich überlegen, aber dennoch – man sollte nicht ein Mal Fains unterschätzen. Jeder konnte einem gefährlich werden und das wusste Devlin. Weshalb er allerdings Morgane direkt auf der Straße angesprochen hatte? Wusste er selbst nicht. Sie hatte eine ruhige Ausstrahlung und auch sie schaffte es nicht Devlin einen Wutanfall zu entlocken. Witzig, dass die Tochter die gleiche Eigenschaft besaß, aber definitiv impulsiver war. Selbst wenn er gewusst hätte, wen er da vor sich hatte; er wäre bestimmt nicht abgehauen. Irgendwie mochte er schließlich die Lancaster-Frauen. Die eine mehr, die andere weniger.

Mit dem mulmigen Gefühl im Magen legte er sich selbst die Karten. Da fiel schon wieder diese unheimliche Karte mit dem Schwert und dem Mann. Er hatte davon keine große Ahnung, weil sein einziger Kontakt mit Magie darin bestand, dass der Rat der weißen Hexe dokumentierte was für Kräfte eine schwarze Hexe besaß. Jährlich wurden sie kontrolliert bis der 'Code' festgelegt werden konnte. Wenn dieser Code dann feststand, war das meistens das Todesurteil für eine schwarze Hexe. Als man Devlin seiner Großmutter wegnahm hatte sie ihm noch gesagt er dürfte ihnen nichts zeigen. Immer nur ein bisschen... immer nur ein bisschen. Von wegen. Sie hatten ihn beim Heilen erwischt und von Jahr zu Jahr hatten sie ihn mehr zusammen geschlagen um herauszufinden wie viel der Badley denn vertrug. Mittlerweile mussten sich gut dreizehn bis fünfzehn Männer abwechseln um den Hexer an seine Grenze zu bringen. Definitiv keine schöne Erinnerung – und diese Karte; sie erinnerte ihn an einen dieser Männer.
Umso schockierter schaute er als Morgane ihm eröffnete, dass er das sein sollte. „Hm.“ Fast schon tonlos stimmte er ihr mit einem leisen Fiepen zu. Selbst wenn er der Sohn von Marcus Badley war, so war sein Gesicht definitiv wie ein offenes Buch in seine Gedanken. Ihm schmeckte es nicht, was die Frau dort erzählte, denn sie hatte Recht. „Die ganze Zeit ist ein bisschen übertrieben...“ Natürlich probierte er es abzustreiten und eigentlich dachte er nicht immer an sie. Erst seitdem er sie getroffen hatte. Als Morgane dann die weibliche Karte erklärte verdrehte Devlin die Augen als der Teil mit emanzipiert kam: „Ohja. Das stimmt.“ Ging wahrscheinlich unter, weil Frau Lancaster sofort weiter erklärte. „Hmpf.“ Im Grunde wusste Morgane momentan genauso wenig wie Rhia oder Devlin. „Ich wüsste auch nicht wieso...“, gab er kleinlaut zurück und sah dann etwas fragwürdig und unsicher zu Frau Lancaster: „Ich glaub das ist keine gute Idee mit dem Helfen.“ Devlin schüttelte vehement den Kopf: „Das haben wir schon vor ein paar Tagen probiert, aber wir sind auf einen grünen Zweig gekommen.“ Er presste die Lippen zusammen und nickte zwei Mal zur Bestätigung.

„Naja...“ Er seufzte und schaute sich seine Fingerknöchel an. Dachte daran wo noch mehr von solchen Tätowierungen an ihm zu finden waren. „Teilweise. Neben mir gab es einen, dem haben die auch solche Teile verpasst. Er war sozusagen das Experiment; der Testlauf für meine.“ Er atmete kurz durch und erzählte weiter: „Er hat etwas von einer Hexenflasche erzählt. Sie haben ihm fast alle Finger abgenommen dafür. Er hat mir erklärt, dass sie ihn damit kontrollieren konnten, aber dass sie die Symbole verstärken mussten. Meinetwegen. In ein paar Tagen wäre eigentlich einer meiner Finger dran gewesen. Der Grund weshalb ich abgehauen bin... Was aber auch daran lag, weil sich irgendwer mit einem Messer umgebracht haben soll. Hat dem Rat nicht gefallen, weil sie die Schwarzen vorher lieber ein bisschen quälen.“ Witzig, dass Devlin nicht wusste wer dieser jemand war. Ein Verwandter väterlicherseits, der den Fairborn bei sich trug. Oftmals sprach man bei diesem Messer auch von der Prophezeiung, welche Devlin und seinen Vater beinhalteten und dass der Vater eben nur mit dieser Waffe ohne weiteres umgebracht werden konnte. Was allerdings wichtiger in diesem Zusammenhang war, war der Fakt, dass der Mann, der sich umgebracht hatte, gar nicht mehr in dem Besitz des Messers war, sondern eine andere Hexe, die unter dem Rat diente. Eine Frau, die ihre besondere Gabe ziemlich oft bei Devlin gewirkt hatte um eben dafür zu sorgen, dass Rhia nicht bei dem Rat entdeckt wurde. Immerhin zählte diese Hexe mit der besonderen Gabe des Vergessens eigentlich zu Mercurys Gefolgschaft. Womit man vielleicht auch erwähnen sollte, dass diese schwarze Hexe schon etwas länger ein Auge auf Rhia und Devlin geworfen hatte.
„Ouh...“ Er stöhnte leise und rieb sich die Schläfen. Ihm wurde etwas schwindelig. „Ab und zu denke ich mein Vater versucht in meinen Kopf einzudringen. Es fühlt sich immer komisch an. Ungewohnt und so vertraut.“ Er schüttelte sich – hatte aber nicht seinen Vater aus seinem Kopf vertrieben, sondern Rhia. Allerdings wurde sein ganzer Körper wieder ruhiger und er griff instinktiv zum Essen, obwohl er gerade noch ziemlich freizügig von seinen Fingern und deren eigentliche Zukunft erzählt hatte. „Soll ich sie jetzt einfangen gehen? Sie knebeln um ihr dann zu verklickern, dass uns ein paar Karten zusammen geschmissen haben? Ich glaube nicht, dass ich bessere Chancen hätte als du... Ich mein ja nur: Sie hält mich für irre und ich sie ein bisschen auch...“

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 Betreff des Beitrags: Re: come back home and it don't feel the same
BeitragVerfasst: 19. Jun 2014 06:35 
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Morgane hatte ihm aufmerksam zugehört, immer wieder einen Schluck von ihrem Wasser getrunken. Eigentlich machte sie sich vor dem Rat strafbar mit dem Umstand, dass sie ihn hier leben ließ. Doch noch hatte der Rat nicht vorbei geschaut und wenn jemand fragen würde, wäre er eben Rhias neuer Freund aus London. Fertig. Sollten sie erstmal das Gegenteil beweisen und in der Regel verirrte sich eh selten jemand vom Rat hier raus. Sie hatten ja soviel wichtigeres zu tun.
Während der junge Mann erzählte, überkam sie eine wage Ahnung was. Sie hatte zwar gewusst, dass der Rat seinen eigenen Weg hatten mit den Schwarzen umzugehen, aber Morgane hatte sich seit dem Tod ihres Mannes vollends rausgezogen und als Devlins Mutter damals ging, war es sowieso vorbei gewesen.
Sie strich sich eine dunkle Strähne aus dem Gesicht, in ihrem Kopf arbeitete es bereits. Sie würde mit Sicherheit einige Bücher wälzen müssen. Aber dafür gab es ja die Bibliothek im Keller des Herrenhauses. Bevor sie das Schloss vollends der Stadt überlassen hatte, hatte sie sämtliche Familienzauber hier hergeschafft. Selbst der Rat wusste nicht, was hier lagerte und würde es nicht. Die Bibliothek war durch einen besonderen Zauber geschützt. Nur Lancasters konnten diesen Raum betreten und er war auch durch Pendeln nicht findbar.
Das was Dev erzählte sah dem Rat ähnlich. Ja, sie würde definitiv, Zeit brauchen und eventuell Rhias Hilfe.
Womit sie schon beim nächsten Thema waren. Seufzend blickte sie den Badley an. „Das was du merkst ist nicht dein Vater.“ sagte sie ruhig. „Es ist Rhia.“ fügte sie erklärend hinzu und erntete einen erstaunten Blick.
Toll, jetzt musste sie das auch noch erklären.
Morgane begann leicht mit dem Fuß zu wippen, ein Zeichen das sie unruhig wurde und sich nicht wohl fühlte.
„Alle Jubeljahre kommt es vor, dass....“ sie suchte die passenden Worte. „...zwei Caster geboren werden, deren Seelen verbunden sind. Magisch, menschlich, seelisch. Es ist sehr selten. Es passiert vielleicht alle 200 Jahre einmal das eine Generation eine solche Bindung hervor bringt. Sie entsteht meist in Familien mit sehr starken Zauber, was sowohl bei deinen Eltern der Fall ist. Als auch bei uns. Auch musst die Nacht der Zeugung ein bestimmtes Phänomen haben. Einen so genannten blauen Mond. Diese beiden Caster sind etwas sehr besonderes. In der Regel sind sie in der Lage den anderen zu fühlen. Über große Distanzen hinweg und sie sind auch in der Lage die Gedanken zu hören/lesen. Telepathie aber nur in Form von Kommunikation. Auch ...so sagt man, sind sie in der Lage das Gegenüber zu stärken. Wie eine Art... Verstärker für die eigenen Fähigkeiten.... Zwei Caster, die sich finden sind beinahe unbesiegbar.“ begann sie dann zu erklären. „Meistens tauchen die ersten Träume so mit 17 auf, sagt man. Kurz vor der ersten Weihe. Sie kündigen den Anderen an.. Doch das mit dem Alter ist nicht sicher...“ Morgane griff nach Devs Hand. „Mit solchen Tattoos wie du sie trägst...“ sie fuhr sachte über seine Finger. „... sorgt man bei uns dafür, dass jemand sich nicht mehr erinnert, was er geträumt hat oder man blockt denjenigen. Was dir vielleicht Rhias Verhalten erklärt. Wenn sie dich tatsächlich bereits kennt, träumt... zweifelt sie an ihrem Verstand. Erstrecht, wenn du dich nicht erinnern kannst.“ versuchte sie die Gedanken, die in ihrem Kopf waren in Worte zu fassen. „... wenn man sie von Dir fernhält kannst du deine Kräfte nicht weiterentwickeln und somit bist du keine Gefahr für Leute die Macht wollen, obwohl man dich eh schon als solche sieht. Aber mit Rhia glaubt man, würdest du noch mehr Macht erlangen.“ sie schloss die Augen, denn Morgane wurde grad eines bewusst. Wenn es so wahr, dann hatte sie ihre Tochter dem sprichwörtliche Tod – sehr sicher – ausgesetzt, ohne magisches Wissen. Nicht nur wegen ihrem nahenden Geburtstag und der finalen Weihe. Nein, man würde sie von Devlin fernhalten, sie vermutlich töten. Und wenn nicht und er dran glauben musste, dann würde sie irgendwann wahnsinnig werden. Wenn es gut lief, sperrte man sie „nur“ ein. Aber auch das war nicht gut.
„Rhiannon wusste bis vor einem halben Jahr nicht, dass es Hexen gibt. Ich habe sie wie eine Fain erzogen.“ Morganes Hände sanken zu Boden. „Ihr Vater wurde getötet als sie sieben Jahre alt war. Von einem Gestaltwandler. Großkatze. Man hat denjenigen nie gefunden. Rhiannon war bei ihrem Vater. Er wollte sie beschützen und wurde dabei getötet. Sie kann sich an die Nacht durch einen Zauber nicht meh erinnern. Ich war von der Trauer überwältigt ud ich wollte nicht, dass sie genauso wird wie wir. Das sie irgendwann stirbt.Darum habe ich mit einem Zauber ihre Fähigkeiten unterdrückt und mit Medikamenten sie zu weilen ruhig gestellt. Allerdings ist es eben wg der Weihe aufgeflogen. Rhiannon und ich htten mal ein Anderes Verhältnis. Seit sie weiß, was sie ist, hasst sie mich für die geklaute Vergangenheit. Sie ist ein liebes Mädchen, dummerweise ist sie ihrem Vater sehr ähnlich. Unüberlegt, temperamentvoll, starrsinnig und sehr emotional. Ihr Vater war ein wandelndes Pulverfass in machen Dingen, seine Tochter ist Nitroglycerin. Das Gefährliche ist eigentlich das Rhia dazu noch das logische und taktisch Geschick ihres Vaters besitzt. Und meine Gabe leute für sich zu gewinnen. Sie konnte bereits als Kind, die Leute mit einem Lächeln um den Finger wickeln. Dazu gesellt sich dann noch ein Talent nach Gefühl Zauber umzusetzen und zu lernen und ein sehr kluger Kopf. Tja aber sie ist genauso nachtragend wie ich. Ich denke daher, dass du sie suchen und mit ihr reden solltest. Mit mir wird sie es nicht tun. Dann lieber mit einem „Stalker“. Wenn sie dich anbrüllt, versuchs mit Verständnis. Sie hatte es auch nicht leicht und hat es nicht. Vieles macht ihr Angst. Ich hab sie zu sehr behütet...“

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